Ein Test für den Immunstatus wäre sinnvoll

Stefan Tacke

Von Stefan Tacke (Freiburg)

Sa, 04. September 2021

Leserbriefe

Zu: "Es ist genug für alle da", Beitrag von Hannes Koch (Politik, 21. August)

Ich war geschockt, in diesem so wenig reflektierten Kommentar zu lesen, dass genug Impfstoff für alle vorhanden sei und dass man scheinbar daher die Drittimpfung vertreten könne – quasi, anstatt den Impfstoff verfallen zu lassen, schnell mal "wegimpfen". Dabei erklärt Herr Koch weder, warum nun genug Impfstoff in den Drittwelt-Ländern vorhanden sei, noch diskutiert er den Grund für eine dritte Impfung. Fakt ist aber, dass Deutschland sich horrende Mengen Impfstoff vertraglich gesichert hat, während ärmere Länder bislang vielfach gar nicht oder nur ansatzweise mit Impfstoff versorgt sind.

Statt blindlings in jeden Menschen einfach eine dritte Spritze "reinzuhauen", wäre doch zunächst ein Test für den Immunstatus sinnvoll, um dann die "Impfversager" oder "-abflauer" zu identifizieren, die tatsächlich eine Auffrischungsimpfung benötigen. Also halbjährlich kostenfreie Antikörpertests beim Arzt. Wer wenig Antikörper hat, kann sich impfen lassen. Stefan Tacke, Freiburg