Australien / Bayern

Eine Million Dollar für Hinweise zu getöteter Unterfränkin

afp

Von afp

Do, 15. Oktober 2020 um 09:02 Uhr

Panorama

15 Jahre nach dem ungeklärten Mord an einer deutschen Touristin in Australien wird der Fall in dem Land wieder aufgerollt.

Die Regionalregierung des Bundesstaats New South Wales lobte am Donnerstag eine Belohnung in Höhe von bis zu einer Million australischer Dollar (knapp 600.000 Euro) für Hinweise aus, die zur Verhaftung und Verurteilung des Täters führen.



Die 25-jährige Lehrerin Simone Strobel aus Bayern war im Februar 2005 von einem Campingplatz in der ostaustralischen Stadt Lismore verschwunden, wo sie mit ihrem Freund und weiteren Bekannten Halt gemacht hatte. Sechs Tage später wurde ihre mit Palmzweigen bedeckte Leiche auf einem nahegelegenen Sportgelände gefunden.

"Seit 15 Jahren versucht die Polizei herauszufinden, was damals passiert ist", sagte nun der Polizeiminister von New South Wales, David Elliott. "Sowohl die Gemeinde Lismore als auch (Strobels) Angehörige in Deutschland verdienen Antworten."

Polizeichef Scott Tanner betonte: "Wir wissen, dass die Wahrheit da draußen ist, und wir wissen, dass es Menschen gibt, die sie zurückhalten." In den vergangenen 15 Jahren seien weitere Beweismittel ausgewertet und Zeugen befragt worden. "Aber wir brauchen auch die Hilfe der Öffentlichkeit, um abschließend festzustellen, was mit Simone passiert ist."

Die bayerischen Behörden hatten bereits 2014 eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise in dem Fall ausgelobt.