"Le Dor Wa Dor"- von Generation zu Generation

Sarah Ehret

Von Sarah Ehret

Sa, 16. Februar 2019

Emmendingen

Erstmals auch ein Programm für Kinder im jüdischen Lehrhaus.

EMMENDINGEN. Ganz im Zeichen der Kinder stehen die vier Veranstaltungen des jüdischen Lehrhauses dieses Semester. Das Gemeinschaftsprojekt soll Begegnungs- und Lernort für Menschen mit Interesse am Judentum bieten und Anreize zum Austausch geben. "Kinder, Kinder – Le Dor Wa Dor"(dt. von Generation zu Generation), ist der Titel. Von Februar bis Juni finden die Termine statt. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind erbeten.

Das jüdische Museum neu erleben, fühlen, riechen, hören, sehen und natürlich auch schmecken, das bietet die Führung "Von Sinnen!" am 26. Mai für Kinder. Erstmals wird es ein museumspädagogisches Programm für die Kinder im Jüdischen Museum im Rahmen des Lehrhauses geben, von Kuratorin Monika Rachel Raija Miklis begleitet. Als Lehrerin für jüdische Religionslehre und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Jüdischen Museums freut sie sich, das Museum Kindern auf eine andere Weise näher bringen zu können. Anmeldungen sind bis zum 20. Mai möglich.

Am Sonntag, 24. Februar, wird Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky den ersten Vortrag der Reihe im Jüdischen Museum halten. Er wird auf die Aufforderung des jüdischen Glaubensbekenntnisses eingehen, Gottes Wort an die Kinder weiterzugeben. "Le Dor Wa Dor" bedeutet übersetzt "von Generation zu Generation". Welches religiöse Gedankengut damit gemeint ist und welche Rolle dabei die Eltern und Lehrer spielen, wird Thema sein. Der Vortrag beginnt um 17 Uhr.

"Eine Windel zum Anfassen!" nennt sich der zweite Vortrag am 7. April, gehalten von Monika Miklis. Der Titel bezieht sich auf eine alte jüdische Tradition, bei der die Leinenwindel nach der Beschneidung des Jungen filigran bestickt wird und später als Toraband Verwendung findet, bevor sie gespendet wird. Zur Veranschaulichung wird ein Exemplar von 1923 zu sehen sein. Beginn ist um 17 Uhr im Jüdischen Museum.

Der dritte Termin ist eine Vorstellung des Filmes "Kindertransporte in eine fremde Welt", der von der Rettung von jüdischen Kindern in der NS-Zeit handelt. Zur Filmvorstellung mit anschließenden Diskussion wird am 2. Mai ins jüdische Gemeindehaus eingeladen. Abgerundet wird die Veranstaltungsreihe mit einer Lesung von Ursula Hellerich, die von Familiengeschichten und der jüdische Vergangenheit berichtet.

Info: Den Flyer zum Programm gibt es im Jüdischen Museum oder unter http://www.juedisches-museum-emmendingen.de