Erst Applaus, dann raus

dpa

Von dpa

Mo, 18. Januar 2021

Ski Alpin

Skirennläufer Linus Straßer beim Weltcup in Flachau.

Der Höhenflug ist vorerst gestoppt, der Optimismus mit Blick auf die WM aber bleibt nach wie vor groß. Nach drei Top-Fünf-Ergebnissen in Serie hat Skirennfahrer Linus Straßer beim Slalom in Flachau am Sonntag einen Dämpfer kassiert. Weil er im ersten Durchgang einfädelte, war das Rennen für den 28-Jährigen vorzeitig beendet. Allzu lange grämen wollte sich der Münchner nicht. "Sieg und Niederlage liegen sehr eng beieinander. Einfädeln kannst du immer, das passiert einfach, das gehört dazu", sagte Straßer.

Der Sieg im Salzburger Land ging am Sonntag an den Norweger Sebastian Foss-Solevaag vor dem Österreicher Marco Schwarz und dem Franzosen Alexis Pinturault. Foss-Solevaags Premieren-Erfolg dürfte den gebeutelten Norwegern guttun, die verletzungsbedingt für den Rest der Saison neben Youngster Lucas Braathen auch auf Gesamtweltcupsieger Aleksander Aamodt Kilde (beide Knieblessuren) verzichten müssen.

Am Samstag hatte ausgerechnet der Österreicher Manuel Feller seinen ersten Weltcup-Triumph gefeiert. Der Tiroler hatte den flachen Hang in Flachau, auf dem zuletzt jahrelang eigentlich nur Frauen-Weltcups stattgefunden hatten, im Vorfeld noch etwas abfällig als "Märchenwiese" bezeichnet und damit für Aufsehen gesorgt.

Durchaus bemerkenswert war einmal mehr Straßers Vorstellung am Samstag. Erneut hatte sich der Überraschungssieger von Zagreb und Zweite von Adelboden im zweiten Durchgang noch ein Stück nach vorne gearbeitet – und mit Platz fünf seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortgesetzt. Einen Tag später folgte der kleine Rückschlag. Offensichtlich wollte Straßer zu viel. Er habe probiert, diesmal schon im ersten Lauf "mehr Gas zu geben" und sei dann "vom Timing ein bisschen zu früh geworden", sagte er.