Es gibt mithin gar keine Rassen

Hans-Jürgen Henke (Bad Krozingen)

Von Hans-Jürgen Henke (Bad Krozingen)

Do, 18. Juni 2020

Leserbriefe

Ausgerechnet die Universität Jena, Geburtsort der NS-Rassenideologie, veröffentlichte am 10. September 2019 auf der 119. Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft die Jenaer Erklärung: "Es gibt im menschlichen Genom (Erbgut) unter den 3,2 Milliarden Basenpaaren keinen einzigen Unterschied, der zum Beispiel Afrikaner von Nicht-Afrikanern trennt. Es gibt somit nicht nur kein einziges Gen, das rassistische Unterschiede begründet, sondern noch nicht mal ein einziges Basenpaar." Und weiter: "Durch die wissenschaftliche Erforschung der genetischen Vielfalt der Menschen wurden die Rassenkonzepte endgültig als typologische Konstrukte entlarvt." Es gibt also gar keine Rassen. Finnland, Schweden und Österreich haben den Begriff "Rasse" schon vor Jahren aus ihren Verfassungen gestrichen, die französische Nationalversammlung tat dies am 12. Juli 2018.

Der Deutsche Bundestag könnte sich bei der Abschaffung des Begriffs "Rasse" diese vier Staaten doch zum Vorbild nehmen. Hans-Jürgen Henke, Bad Krozingen