Riexingers Rhetorik

Es scheint wichtiger, wer etwas sagt

Rolf Seifert

Von Rolf Seifert (Au)

Fr, 20. März 2020

Leserbriefe

Zu: "Riexinger in der Kritik", Agenturmeldung (Politik, 4. März)
"Schießen geht gar nicht." Nein, schießen geht gar nicht. Weder "auf das eine Prozent der Reichen", noch auf Flüchtlinge und auch nicht mittels US-Drohnen. Weder mit Worten noch mit deutschen Waffen. Deshalb ist die diesbezügliche Aussage einer Teilnehmerin auf dem Strategietreffen der Linken aufs Schärfste zurückzuweisen. Auch wenn sie "nur" ironisch gemeint war. Auch Riexingers verunglückte Replik darauf "wir setzen sie schon für nützliche Arbeiten ein" ist despektierlich. Kein Wunder, dass die Kameraden von CDU und CSU diese Steilvorlage dankbar aufgreifen und Riexingers Rücktritt fordern.

Ich habe allerdings vergeblich im Netz eine Rücktrittsforderung dieser ach so moralisch daherkommenden Herren der Parteien an Minister Seehofer (CSU) gesucht, als dieser im Jahr 2011 verkündete, man werde sich "bis zur letzten Patrone" dagegen wehren, dass "wir eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme bekommen". Anscheinend ist weniger wichtig, was gesagt wird, sondern wer es sagt. Rolf Seifert, Au