Europas Raumfahrt soll führend sein

dpa

Von dpa

Do, 08. April 2021

Panorama

Neuer Esa-Chef ist ehrgeizig.

Europas Raumfahrt muss nach Ansicht des neuen Generaldirektors der Europäischen Weltraumorganisation Esa den Ehrgeiz zur Weltklasse haben. "Europa muss meiner Meinung nach eine ernsthafte Debatte darüber führen, wo es in den nächsten 10 bis 15 Jahren stehen will", sagte Josef Aschbacher am Mittwoch bei der Vorstellung seiner Agenda. "Wir als Europäer müssen den Ehrgeiz haben, dass unser Raumfahrtprogramm und unsere Raumfahrtagentur zur Weltspitze gehören und weltweit führend sind", heißt es in dem Papier, in dem der 58-jährige Österreicher gemeinsam den Mitgliedsstaaten die Ziele für die kommenden Jahre festgelegt hat.

Aschbacher, seit März im Amt, will die Debatte über Europas Raumfahrt auf hoher politischer Ebene führen. Dazu plant er einen Weltraumgipfel im kommenden Jahr. EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton, der auch für Raumfahrt zuständig ist, und die Staats- und Regierungschef der Esa-Mitgliedsstaaten müssten wichtige Partner sein. Man wolle bis zum Ende dieses Jahrzehnts den ersten Europäer auf der Mondoberfläche haben und die bemannte Raumfahrt zum Mars vorantreiben. Europa müsse sich immer auch mit den USA oder China vergleichen, wo die Investitionen in die Raumfahrt deutlich höher seien, so Aschbacher.

Der Weltraum diene einerseits den Menschen, um den Planeten, die Umwelt oder den Klimawandel zu verstehen. Andererseits eröffne er aber auch neue Möglichkeiten im Bereich Technologie und schaffe wirtschaftliche Möglichkeiten.