Trickbetrug am Telefon

Falsche Polizeibeamte betrügen Merdingerin um fünfstelligen Geldbetrag

Manfred Frietsch

Von Manfred Frietsch

Mi, 17. Juni 2020 um 16:39 Uhr

Merdingen

Bargeld in fünfstelliger Höhe ergaunerten Betrüger am Dienstag von einer 70-Jährigen aus Merdingen. Einer von ihnen hatte sich am Telefon als Polizist ausgegeben. Die Polizei warnt vor einer Serie.

Der Anruf des falschen Polizeibeamten geschah schon am Montag. Tatsächlich hob die Frau daraufhin von ihrem Sparkonto das Geld ab und übergab es am Dienstag einem ihr unbekannten Abholer. Hinterher schöpfte sie Verdacht und meldete sich bei der richtigen Polizei, so das sich dann herausstellte, dass sie Betrügern aufgesessen war.

Neue Serie von betrügerischen Anrufen im Breisgau

Seit Anfang der Woche gibt es nach Angaben der Polizei im Breisgau eine Reihe von Fällen, in denen Betrüger über telefonische Kontaktaufnahme versuchten, Menschen zur Herausgabe von Bargeld zu bewegen. "Wir wissen noch nicht, ob es sich dabei immer um die gleichen Täter oder um verschiedene Täterkreise handelt", erklärte auf Anfrage Polizeisprecher Özkan Cira.

Die Anrufer würden dabei verschiedene Tricks anwenden, sich mal als Polizisten, mal als Enkel oder andere angebliche Angehörige der Angerufenen ausgeben. Sie täuschten dabei Notlagen vor oder dass sie Geld für eine größere Zahlung benötigten oder erfänden andere Gründe. Solche Anrufe solle man sofort der Polizei melden, erklärt Cira. Grundsätzlich gelte, dass echte Polizeibeamte niemals, weder am Telefon noch an der Haustüre, Personen auffordern würden, Geld herauszugeben.

Folgende Tipps gibt die Polizei:

  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Benutzen Sie nicht die Rückruffunktion, da Sie sonst wieder bei dem Anrufer landen könnten.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
  • Wer etwas Verdächtiges erlebt hat, soll sich umgehend bei der Polizei melden auch unter der Notrufnummer 110.