Familienarbeit ist finanziell nicht gleichgestellt

Thea

Von Thea

Mo, 23. März 2020

Leserbriefe

Zu: "Ist die Gleichberechtigung vollbracht?", Pro von Dirk Sattelberger und Contra von Martina Philipp (Politik, 7. März)
Ist die Gleichberechtigung vollbracht? Nein, solange Familienarbeit nicht sozial, sprachlich und finanziell gleichgestellt ist. Diese Arbeit ist Basis allen Lebens, der Gesellschaft, Wirtschaft und des Staates. Statt einseitiger staatlicher Förderung von Fremdbetreuung für Kleinstkinder wäre diese Bezahlung eine Gleichstellung zwischen Mann und Frau sowie zwischen Eltern und Nicht-Eltern. Sie würde zudem eine echte Wahlfreiheit für Mütter und Väter (Eigenbetreuung versus Fremdbetreuung) ermöglichen, das Bruttosozialprodukt steigern, und im Gegensatz zum bedingungslosen Grundeinkommen würde geleistete Arbeit bezahlt – fast ein Perpetuum mobile. Thea Philipp-Schöllermann, Grenzach-Wyhlen