Herz-Lungen-Maschine

Feuerwehr und Notarzt retten Marcher mit neuem medizinischen Gerät das Leben

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 17. November 2019 um 16:31 Uhr

March

Die Feuerwehr half dem Rettungsdienst und einem Notarzt, einen etwa 50-jährigen Mann zu reanimieren. Erst mithilfe eines neuartigen medizinischen Geräts konnte sein Leben gerettet werden.

Zu einem außergewöhnlichen Rettungseinsatz ist es vergangenen Donnerstag in March gekommen. Die Feuerwehr half dem Rettungsdienst einen etwa 50-jährigen Mann zu reanimieren. Erst mithilfe eines neuartigen medizinischen Geräts konnte sein Leben gerettet werden.

Wie die Marcher Feuerwehr nun mitteilte, hatte ein Marcher über starke Schmerzen im Brustbereich und Unwohlsein geklagt, weswegen sein Vermieter den Rettungsdienst rief. Nachdem sich der Zustand des Mannes immer mehr verschlechterte, sei noch ein Notarzt hinzugerufen worden. Weil der schwergewichtige Patient sich im Obergeschoss des Hauses befand und dringend in ein Klinikum überführt werden musste, alarmierten die Rettungskräfte die Feuerwehren March und Bötzingen. Diese konnten ihn mithilfe einer Drehleiter bergen.

Nach 60 Minuten kein stabiler Zustand

Vor Ort wechselten sich Feuerwehr- und Rettungskräfte beim Reanimieren ab. Als nach 60 Minuten der Zustand des Patienten noch immer nicht stabil gewesen war, entschied der Notarzt, eine prehospitale Herz-Lungen-Maschine (HLM) einzusetzen, ein Gerät, das erst seit ein paar Monaten in Südbaden genutzt wird. Es entnimmt dem Körper Blut, um es mit Sauerstoff anzureichern und dem Körper anschließend wieder zuzuführen. Dieses orderte der Notarzt bei der Uniklinik Freiburg an, die zusätzlich zwei Herzchirurgen schickte. Nach fast zweistündiger Vor-Ort-Behandlung war der Mann transportfähig und wurde in die Intensivstation der Uniklinik gebracht.