Fische werden klein und scheu

dpa

Von dpa

Sa, 27. Februar 2021

Bildung & Wissen

Studie zu Fischfang-Einfluss.

Fische werden laut einer Studie durch den menschlichen Einfluss kleiner und scheuer. "Über die Fischerei werden vor allem größere und aktivere Fische aus Populationen herausgefangen", sagte der Berliner Fischereiwissenschaftler Robert Arlinghaus. Damit wirke das Fischen als ein Auslesefaktor, der scheue und kleine Fische bevorteile. Am Beispiel von rund 800 Hechten haben die Forscher vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in einem brandenburgischen See vier Jahre lang untersucht, wie sich die Fischerei auf eine Population auswirkt. "Unsere Arbeit legt nahe, dass der Wettkampf zwischen Natur und Angler dazu führt, dass eher die kleinen, inaktiven und schwerer zu fangenden Hechte überleben", so Arlinghaus. Das Verhalten werde "Schüchternheitssyndrom" genannt. Langfristig könne es zu reduzierten Fangraten führen, und auch ökologische Wirkungen haben, so Projektleiter Arlinghaus. Untersuchungen in Meeren wiesen auf ähnliche Einflüsse der Fischerei hin.