Flurneuordnung wegen der Rheintalbahn

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 30. Mai 2020

Bad Krozingen

68 Hektar Flächenverbrauch.

(BZ). Das Freiburger Regierungspräsidium (RP) hat ein Flurneuordnungsverfahren für den Aus- und Neubau der Rheintalbahn im Markgräflerland beantragt. Das RP ist die zuständige Enteignungsbehörde. Das Verfahren betrifft die Planfeststellungsabschnitte 8.3 und 8.4 zwischen Bad Krozingen und Hügelheim. Zuständig für die Flurneuordnung sind das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) Baden-Württemberg und das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald.

Die Flurneuordnung ist aus Sicht des RP erforderlich, da sich die von der Deutschen Bahn (DB) geplanten Abschnitte 8.3 und 8.4 in beträchtlichem Umfang über land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke erstreckten, heißt es in einer Mitteilung. Der Bedarf an land- und forstwirtschaftlichen Grundstücksflächen liege aktuell bei rund 68 Hektar. Sie liegen auf den Gemarkungen Biengen, Schlatt, Tunsel, Eschbach, Bremgarten, Grißheim, Heitersheim, Seefelden, Buggingen, Hügelheim und Hausen an der Möhlin. Darüber hinaus zerschneidet die Neubaustrecke der Rheintalbahn bestehende landwirtschaftliche Strukturen wie etwa Beregnungsnetze.

"Mit einer Flurneuordnung können die negativen Auswirkungen des Großprojekts Rheintalbahn schon früh erkannt und wirksam abgemildert werden", wird Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zitiert. Der entstehende Landverlust könne auf viele Schultern verteilt und so verträglich gestaltet werden. Darüber hinaus bestehe die Chance, die neu entstehenden Strukturen im Sinne der Land- und Forstwirtschaft nachhaltig und sinnvoll zu gestalten.