Freiburger Sportmedizin

Hans-Jochen Schiewer: „Wir haben die Aufklärung stets unterstützt“

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Mi, 22. Oktober 2014

Sportpolitik

BZ-Interview mit Hans-Jochen Schiewer, dem Rektor der Freiburger Universität, über den Vorwurf, die Uni behindere die Aufklärung der Doping-Vergangenheit.

FREIBURG. Wie geht es weiter mit der Aufklärung der Doping-Vergangenheit der Freiburger Sportmedizin? Letizia Paoli, die Vorsitzende einer dazu eingesetzten Kommission, wirft der Uni Behinderungen vor und droht mit ihrem Rücktritt. Am Freitag läuft die Frist, die die Kriminologin gesetzt hat, ab. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, weist Paolis Vorwürfe zurück und bekräftigt, er habe die Aufklärungsarbeit stets unterstützt. Mit Schiewer sprach BZ-Redakteur Andreas Strepenick.

BZ: Herr Schiewer, als Ihr Vorgänger, Altrektor Wolfgang Jäger, die Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin im August 2007 einberief, erklärte er der Wissenschaftlergruppe: "Ich sage Ihnen jede Hilfe zu." Jetzt, mehr als sieben Jahre später: Hat die Universität  dieses Versprechen gehalten?
Schiewer: Ich kann für mein Rektorat sagen, dass wir uns selbstverständlich daran gehalten haben, die Kommission in ihrer Arbeit in jeder Weise zu unterstützen. Wir haben versucht, alle Wünsche, die an uns herangetragen wurden, sofern es möglich war, zu realisieren.

BZ: Gab es in Ihrer Amtszeit seit 2008 einen einzigen Augenblick, von dem Sie jetzt rückblickend sagen müssten: Da habe ich mich im Umgang mit der Kommission falsch verhalten?
Schiewer: Jeder Mensch macht Fehler. Sicherlich kann man eine Email auch einmal nicht sofort beantworten. Aber ich würde das jetzt nicht mit dem Begriff falsches Verhalten umschreiben. Ich habe stets versucht, die Kommissionsarbeit von meiner Seite her nach Kräften zu unterstützen.
"Wir haben die Anfragen,

die uns erreichten,

nach Kräften gefördert."

BZ: Sehen Sie sich auch von den universitätsinternen Gremien in Ihrem Wunsch nach Aufklärung umfassend unterstützt?
Schiewer: Es gibt in allen Gremien den klaren und unmissverständlichen Wunsch, die Geschichte der Sportmedizin soweit es nur irgend möglich ist ...

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