Basketball

Freiburger Eisvögel verlieren wildes Spiel in Nördlingen mit 76:86

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mi, 16. Dezember 2020 um 21:43 Uhr

USC Eisvögel

Nach zuletzt vier Erfolgen setzt es für die USC-Basketballerinnen aus Freiburg eine Niederlage: Mit 76:86 unterliegen sie beim ersten Nachholspiel in Nördlingen. Es war eine wilde Partie.

Ihr erstes Nachholspiel, das wegen der Corona-Pandemie stattfand, haben die Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg am Mittwochabend verloren. In Nördlingen unterlagen die Eisvögel mit 76:86 (25:25, 20:29, 10:20, 21:12). Es war – saisonübergreifend – erst die zweite Niederlage der Breisgauerinnen in den zurückliegenden 14 Partien.

Mit einer 8:0-Siegesserie hatte der USC die vergangene Runde beendet – Corona verhinderte dann die Austragung des letzten Hauptrundenspieltags und der Playoffs. Und in der neuen Saison hatten die Freiburgerinnen nach einer hohen Niederlage gegen Vielfachmeister Wasserburg zuletzt vier Partien in Folge gewonnen – mit einem auf allen Ausländerpositionen veränderten Team, aber auch mit Leistungsschüben der deutschen Spielerinnen Pauline Mayer und Emilly Kapitza.

Doch am Mittwoch gelang es der Mannschaft des Trainerduos Isabel Fernandez und Hanna Ballhaus nicht, die nötige Struktur in ihre Aktionen zu bringen. Gegen ein Team, dem man vor einigen Wochen bereits im Pokal knapp unterlegen war (65:68), agierten die Eisvögel viel zu offen.

Provo wirf viel, trifft aber wenig

Im ersten Viertel traf Liga-Topscorerin Daneesha Provo kaum aus der Distanz – und nach ihrem ersten Dreier zum 8:5 lief minutenlang nichts zusammen bei den Eisvögeln. Mit einem 12:5-Lauf drehten die Bayerinnen den Spieß (18:13) und führten auch zum Viertelende mit fünf Punkten. Im zweiten Viertel wurde die Partie noch wilder, in der Defense haperte es bei beiden Teams. Die Folge: 99 Punkte in den ersten 20 Spielminuten (54:45) – nicht gerade alltäglich im Frauenbasketball.

Eine Veränderung gab’s zwar in der Verteidigungsintensität zu Beginn der zweiten Halbzeit. Aber diese ebbte schnell wieder ab. Und in der Folgezeit bekamen die Breisgauerinnen nicht den Zugriff, der nötig gewesen wäre, um die Wende zu schaffen gegen die frischer wirkenden Nördlingerinnen.

Am Samstag geht’s für die Eisvögel weiter. Dann spielen sie um 19.30 Uhr in der wiederum zuschauerlosen Sepp-Glaser-Halle im Stadtteil Rieselfeld gegen den deutschen Meister von 2019, den Herner TC. Die Westfalen sind noch aktueller Titelträger. Bekanntlich wurde in der Saison 2019/20 kein Meister ermittelt, weil die Runde kurz vor den Playoffs abgebrochen worden war – wegen der sich im Frühjahr ausbreitenden Corona-Pandemie.
Der USC Freiburg spielte mit: S. Ouedraogo, Nufer (6 Punkte), Paradzik, Konstantinidou (2), L. Ouedraogo, Kranzhöfer (3/davon 1 Dreier), Kapitza (6), Provo (30/6), Boensch (12), Toussaint (7), P. Mayer (10/2).