Gemalt, gemailt, gedruckt und nun im Roten Haus

Gabriele Zahn

Von Gabriele Zahn

Do, 23. Mai 2019

Waldkirch

Ausstellung von vier Künstlern im Bürgerzentrum in Waldkirch.

WALDKIRCH. Eine Ausstellung mit Werken von vier Künstlern aus der Partnerstadt Worthing wurde im Roten Haus eröffnet. Der Austausch der Kunst soll die Städtepartnerschaft beleben und stärken, sagten Barbara Schindelhauer, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Elztal/Simonswäldertal mit Worthing, und der Künstler Jo Wood von der Worthing Twinning Association. Die Ausstellung kann voraussichtlich bis zu den Sommerferien besichtigt werden.

Im vergangenen Jahr besuchte eine 20-köpfige Delegation aus Worthing das Elztal. Einer der Ausflüge führte die Gäste zur Ettersbachmühle. Dieser Ausflug inspirierte den Künstler Jo Wood so, dass er die Ettersbachmühle auf einem Gemälde festhielt. Wood hatte auch die Idee, Gemälde zu digitalisieren, in den Partnerstädten auszudrucken und dort auszustellen. Kunst müsse nicht elitär sein. Kunst bereichere das Leben von Forschern, Ingenieuren, Lehrern und Menschen mit anderen Berufen. Sowohl in Worthing als auch im Elztal beschäftigen sich Menschen in ihrer Freizeit mit der Malerei. Daraus ist jetzt die Ausstellung entstanden, die im Roten Haus eröffnet wurde.

Ausgestellt sind Werke der Künstler Marianne Barber, Roger Hunter, David Pople und Jo Wood aus Worthing. Jeder Künstler hat seinen ganz eigenen Stil. So beschäftigt sich Barber unter anderem mit Aktzeichnungen und zeigt vier ihrer berührenden Zeichnungen in der Ausstellung. Hunter hat sich auf Landschaften spezialisiert, die Region Sussex hat es ihm dabei besonders angetan – vier stimmungsvolle Landschaftsbilder geben in der Ausstellung nun einen Eindruck der faszinierenden Region. Poples malerischer Schwerpunkt sind Porträts, in denen er gekonnt die Charakteristika einer Person sowie deren ethnischen Hintergrund einfängt. Wood lässt sich auf Reisen inspirieren und hält in seinen Gemälden besondere Momente fest.

Jo Wood würdigte die Organisation der Ausstellung und betonte, dass diese Zusammenarbeit die englisch-deutsche Partnerschaft stärke. Kunst sei essentiell, da sie die menschliche Kreativität ermögliche. Kunst sei aber auch eine universelle Sprache über die Grenzen der Politik hinweg. Da Wood nicht nur malt, sondern auch Gedichte schreibt, rezitierte er sein malerisches Gedicht "Der Kandel im Frühling". Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Naoki Ikeda und Maxim Weber auf ihren Gitarren.

Barbara Schindelhauer kündigte an, dass dieses Jahr erneut 50 Schüler der Sir Robert Woodard Academy eine Konzertreise ins Elztal unternehmen und unter anderem beim Lichterfest, aber auch im Elzacher Schwimmbad auftreten werden.