Zisch-Schreibwettbewerb Frühjahr 2021 II

Große Schlagzeile wegen kleiner Schweine

Mi, 07. Juli 2021 um 16:18 Uhr

Schreibwettbewerb

Von Charlotte Rapp, Klasse 4e, Goetheschule, Rheinfelden

Es war ein schöner Sommertag mitten im Juni. Papa, Mama, Catalin und ich waren campen. Catalin ist meine kleine Schwester. Wir schlugen unser Zelt am Ufer eines schönen Sees auf. "Zum Glück haben wir unser Gummiboot dabei", sagte Mama. "Genau!", meinte Papa und wir pumpten unser Gummiboot auf.

Wir fuhren ein paar Runden und legten dann am Ufer an, zogen das Gummiboot an Land und gingen ins Zelt, um die Schlafsäcke auszubreiten. "Endlich Samstag!", freute ich mich und dachte an die anstrengende Woche. "Charlotte, hilfst du mir mal mit den Klappstühlen?", rief Mama. Ich antwortete: "Ja!" Catalin fragte: "Und was kann ich machen?" "Du kannst schon mal den Tisch decken", sagte Papa.

Aber während des Essens passierte etwas Komisches. Mama hatte Catalin gefragt, ob sie ihr helfen sollte, den Rucksack auszupacken, aber Catalin sagte nein und lenkte schnell vom Thema ab. "Seltsam", murmelte ich. Wir machten noch einen Spaziergang und Catalin und ich spielten noch etwas Federball. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, in der Zeitung zu lesen, die ich heute Morgen mitgenommen hatte. Dann gingen alle schlafen und schliefen sofort ein.

Mitten in der Nacht hörte ich, wie Catalin aufstand und zu ihrem Rucksack ging. Sie murmelte: "Rucksack, ich komme!" Sie schaute kurz in den Rucksack. Es raschelte kurz und dann kam sie wieder zurück.

Am nächsten Morgen lief alles normal. Wir richteten uns, frühstückten und spielten noch etwas. Erst am Mittag fuhren wir wieder mit dem Gummiboot auf den See raus. Alle kamen mit. Catalin schleppte sogar ihren Rucksack mit ins Boot. Wir fuhren gerade zehn Minuten, da begann der Rucksack zu zappeln. "Hilfe!", quietschte ich erschrocken. "Was ist das?", fragte Mama. "Das weiß ich auch nicht!", antwortete Papa. Die Einzige, die nichts sagte, war Catalin.

Der Rucksack zappelte weiter. Ich nahm die Paddel in die Hand und ruderte, wie ich noch nie zuvor gerudert war. Es war bestimmt sicherer, wenn wir unser Rucksackproblem an Land lösten. Ich riss den Rucksack auf und hielt plötzlich eines von unseren drei Meerschweinchen in der Hand. "Flecki!", riefen Mama, Papa und ich wie aus einem Munde. Ich guckte in den Rucksack hinein und sah die anderen zwei Meerschweinchen Mia und Selina darin sitzen. "Charlotte, wie kommen die Meerschweinchen da rein?", fragte Mama verwirrt. Ich zuckte nur stumm mit den Schultern, da ich es ja nicht wusste.

Da bemerkten wir, dass noch ein anderes Zelt neben unserem stand. Es musste wohl, während wir auf dem See vom Rucksack abgelenkt waren, aufgebaut worden sein. Ein Mann kam mit einem Fotoapparat, einem Stift und einem Block auf uns zu. Er sagte, er schreibe für die Badische Zeitung und würde gerne einen Artikel darüber schreiben, was uns passiert war. " Eigentlich wollte ich hier in Ruhe zelten, aber so etwas will ich mir nicht entgehen lassen!", erklärte er uns. Wir erzählten ihm alles.

Später stellte sich heraus, dass Catalin die Meerschweinchen mitgenommen hatte. Heimlich hatte sie die armen, zerzausten Schweinchen in ihrem Rucksack versteckt. "Ich wollte sie nicht da lassen", erklärte Catalin. Wir beendeten das Zelten und fuhren heim.

Auf dem Tisch lag am nächsten Tag eine Zeitung. Sie hatten unseren Bericht doch tatsächlich auf der Titelseite abgedruckt: "Große Schlagzeile wegen kleinen Schweinen". Alle mussten lachen!