Grundstücke in Baugebiet werden neu zugeschnitten

Gabriele Zahn

Von Gabriele Zahn

Sa, 25. Juni 2022

St. Peter

St. Petermer Räte, Bürgermeister Rudolf Schuler und zwei Sachverständige bilden dafür einen Ausschuss.

. Damit das Gebiet Soldatenkapelle II in St. Peter bebaut werden kann, müssen die Grundstücke mit Hilfe eines sogenannten Umlegungsverfahrens in Lage, Form und Größe neu zugeschnitten werden. Der Gemeinderat wählte nun aus seinen Reihen vier stimmberechtigte Personen, die neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden den dafür nötigen Umlegungsausschuss bilden.

Im Planungsgebiet soll Wohnraum entstehen, informierte Bürgermeister Rudolf Schuler. Damit das möglich ist, soll ein solches Verfahren angewendet werden. Wie Vermessungsingenieurin Melanie Markstein in der Ratssitzung erklärte, ist das Umlegungsverfahren ein Grundstückstauschverfahren, bei dem zunächst die Grundstücke bewertet, dann in einen Topf geworfen, die Flächen für Straßen und Grünflächen herausgerechnet und die verbleibende Fläche in neue Grundstücke aufgeteilt werden. Vorteil dieses Verfahrens sei, dass für die Grundstückseigentümer keine Kosten wie Grundbuchgebühren und Grunderwerbssteuer anfallen. Sollte allerdings das neue Grundstück einen höheren Wert haben als das in das Umlegungsverfahren eingebrachte Areal, muss der Grundstückseigentümer die Differenz bezahlen.

Entsprechend bekommt der Grundstückseigentümer Geld ausbezahlt, sollte das neue Grundstück einen niedrigeren Wert haben als das alte. Das Umlegungsverfahren läuft parallel zum Bebauungsplanverfahren und kann erst abgeschlossen werden, wenn der Bebauungsplan rechtskräftig ist. Bevor das Umlegungsverfahren abgeschlossen wird, soll mit den Eigentümern gesprochen und die Sachlage erörtert werden, sagte Melanie Markstein.

Mit diesem vereinbarten amtlichen Verfahren könnten Widersprüche seitens der Grundstückseigentümer vermieden werden. Kosten, die die Grundstückseigentümer aber tragen müssen, seien die in der Landesgebührenordnung geregelten Erschließungskosten. Dafür gebe es zum jetzigen Verfahrenszeitpunkt noch keine Kostenschätzung.

Für das Umlegungsverfahren muss ein Ausschuss gebildet werden, Vorsitzender desselben ist der Bürgermeister. Als Mitglieder wurden auch Thorsten Fräßle, Karl Josef Flamm, Marc Seufert und Markus Bohnert sowie Thomas Fillbrandt, Daniela Mares, Jörg Woll und Bernhard Weber als Stellvertreter gewählt. Beratende Sachverständige im Ausschuss ohne Stimmrecht sind der bautechnische Sachverständige Ulrich Ruppel aus Waldkirch und Vermessungsingenieurin Melanie Markstein aus Emmendingen.