"Dauerbelastung ist am gefährlichsten"

am

Von am

Sa, 19. November 2011

Herrischried

BZ-INTERVIEW mit dem Herrischrieder Physikochemiker Martin Lauffer über Infraschall und Mindestabstände von Windrädern zu Wohnsiedlungen.

HERRISCHRIED. Größere Mindestabstände zwischen Wohnsiedlungen und Windkraftanlagen fordern Wissenschaftler weltweit, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Die gleichen Ziele verfolgt der Herrischrieder Physikochemiker Martin Lauffer von der Bürgerinitiative gegen Windkraft im Hotzenwald. Angesichts des vom Land Baden-Württemberg forcierten Windkraftausbaus verweist er im Gespräch mit BZ-Mitarbeiter Wolfgang Adam auf seine Untersuchungen des Infraschalls.

BZ: Sie betrachten den Infraschall von Windrädern als Gesundheitsgefährdung, wenn zwischen Anlagen und Wohn- oder Arbeitsräumen nicht wenigstens eine Distanz von 2,5 Kilometern besteht. Wie kann das dem Normalbürger erklärt werden ?

Lauffer: Wenn die Windradflügel die Luft durchschneiden, entsteht zusammen mit dem hörbaren Schall ein langwelliger Schall mit nicht hörbarer niedriger Frequenz (kleiner als 20 Hertz), der aber über das Gehör in Gehirnzonen gelangt und der auch beim Eindringen in den Körper einen Resonanzeffekt bei inneren Organen erzeugt. Untersuchungen haben ergeben, dass die vom Infraschall ausgelösten Schwingungen zu Veränderungen von Gehirnströmen und biochemischen Prozessen führen, die Krankheitssymptome und allgemeines Unwohlsein oder Unruhe erzeugen können.

BZ: Wo können Bürger, die in Nähe von Windrädern leben oder künftig leben müssen, mehr über solche Untersuchungen erfahren ?

Lauffer: Im Internet sind unter den Begriffen Infraschall, beziehungsweise ...

BZ-Archivartikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ Plus und BZ-Archivartikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archivartikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ