Brauchtum

Im Freiburger Münster verhängt das Fastentuch nun wieder den Altarraum

Hans-Dieter Fronz

Von Hans-Dieter Fronz

Mi, 14. Februar 2018 um 20:27 Uhr

Kunst

BZ-Plus Es ist ein tausendjähriger vorösterlicher Brauch: Der Altarraum einer Kirche wird durch das Aufhängen eines Tuchs vor der Christengemeinde verhängt. Das größte Fastentuch hängt im Freiburger Münster.

Manche Redewendungen führen tief in die Vergangenheit; die Wortfügung "am Hungertuch nagen" zählt dazu. Laut Duden hat sie sich aus "am Hungertuch nähen" entwickelt. Was bedeutet in diesem Zusammenhang das Wort Hungertuch? Es ist ein in früheren Zeiten verbreitetes Synonym zu Fastentuch. Es gibt noch weitere Synonyme wie Palmtuch und Passionstuch. Oder, deftiger und respektloser, Schmachtlappen.

Der Brauch, den Chor oder Altarraum einer Kirche durch das Aufhängen eines Tuchs vor der versammelten Christengemeinde zu verdecken, ist rund tausend Jahre alt. Um das Jahr 1000 wird er in Bestimmungen der Benediktinerabtei Farfa in der italienischen Region Latium erwähnt. Ursprünglich war das Fastentuch ein einfarbiges Tuch aus Leinen oder Seide. Später ...

Lesen Sie jetzt alle BZ-Inhalte!

50%-SPAR-ANGEBOT: 6 Monate unbegrenzt BZ-Online lesen zum halben Preis. Hier sparen.

Um pro Monat 5 Artikel kostenlos zu lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel - registrieren Sie sich hier:

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ