KLEINES GLÜCK

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 15. September 2020

Panorama

Mit Corona-Verdacht im Krankenhaus

Ende August fühlte ich mich nicht wohl. Ich fragte mich, ob da möglicherweise eine Sommergrippe im Anflug ist. Ich ging früher als sonst zu Bett. Schon um zwei Uhr wachte ich schweißgebadet auf und hatte Gliederschmerzen und Atemnot. Ich stand auf, trank etwas, und als ich mich wieder ins Bett legen wollte, ging das nicht. Wieder diese Atemnot! Nun öffnete ich das Küchenfenster und versuchte, kühle Nachtluft einzuatmen. Doch es wurde immer schlimmer. Ich bekam Panik, rief den notärztlichen Bereitschaftsdienst an. Der kam vorbei, untersuchte mich und sagte, es gäbe den Verdacht auf eine Corona-Infektion. Ich wurde ins Kreiskrankenhaus eingeliefert, wo man schon auf mich wartete. Tests wurden gemacht und ich kam in ein Infektionszimmer. Nach zwei Stunden kam die Entwarnung: kein Covid-19. In dem Moment ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Ich hatte eine Lungenentzündung. Nach fünf Tagen wurde ich entlassen. Ich war mit dem ganzen Pflegeteam im Kreiskrankenhaus Emmendingen und den Ärzten auf Station 54 zufrieden, sie leisten schier Unmögliches. Meine Geschichte möchte ich nutzen, um den Bundes- und Landespolitikern mitzuteilen, dass eine bessere Wertschätzung, eine bessere Bezahlung und eine bessere Ausstattung der Pflege gerecht wäre.

Ingrid Özkan, Herbolzheim

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