Krayer und Hemmerling packen WM-Norm

Lynn Sigel

Von Lynn Sigel

Di, 11. August 2020

Mountainbike

Mountainbiker Georg Egger wird Fünfter bei einem Cross-Country-Rennen in Tschechien.

. Die Mountainbiker des Teams Lexware haben ein erfolgreiches Rennwochenende hinter sich. Sie waren bei Wettkämpfen in Frankreich und Tschechien am Start. Die Elitefahrer Georg Egger, Luca Schwarzbauer und Martin Vidaurre starteten im tschechischen Zadov nahe der deutschen Grenze bei einem stark besetzten Cross-Country-Rennen. In dem französischen Skiort Alpe d’Huez wurde ein Junioren-Weltcuprennen ausgetragen, bei dem das Lexware-Team mit Lennart Krayer und Thore Hemmerling vertreten war.

In Tschechien zeigte Georg Egger ein starkes Rennen. Kurz nach dem Start setzte sich eine Spitzengruppe um die Dänen Sebastian Fini und Simon Andreassen, den Tschechen Ondrej Cink und den Südtiroler Gerhard Kerschbaumer ab. Egger reihte sich knapp dahinter ein und suchte bis zur zweiten von sieben Runden immer wieder den Anschluss. "Die da vorne waren einfach zu schnell", stellte er jedoch nüchtern fest und fuhr das Rennen allein auf Platz fünf liegend zu Ende. Auf den Sieger Sebastian Fini (1:27:35) verlor er 1:25 Minuten. "Ich bin happy", sagte Egger im Ziel. Die Strecke mit vielen naturbelassenen Trails und ruppigen Wurzeln sei genau sein Ding gewesen. "Ich habe mich seit langem endlich mal wieder verbessern können."

Die Wurzeln, die Egger mag, machten Martin Vidaurre Kosmann zu schaffen. "So was haben wir in Chile nicht", sagte er schmunzelnd. Dennoch ist der 20-jährige Chilene, der in Freiburg lebt, zufrieden mit seinem achten Platz und knapp drei Minuten Rückstand. Die gute Leistung brachte ihm den Sieg in der U-23-Kategorie ein, in der er bei weitem der stärkste Fahrer war. "Ich habe meinen Rhythmus gefunden und konnte das Rennen gut kontrollieren", sagte Vidaurre und wirkte zufrieden.

Schwarzbauer: "Das habe ich in den Sand gesetzt"

Für Luca Schwarzbauer war das Rennen in Zadov seine Post-Corona-Premiere. Er wurde 15. "Das habe ich heute ein bisschen in den Sand gesetzt", kommentierte er sein Ergebnis. "Aber ich stecke jetzt nicht den Kopf in den Sand. Ich weiß, dass ich eigentlich fit bin."

Im dritten Rennen der UCI-Junior-Series in Alpe d’Huez haben sich die Lexware-Starter Lennart Krayer und Thore Hemmerling mit den Plätzen vier und sechs die WM-Norm (ein Platz unter den ersten acht) gesichert. "Ich bin richtig zufrieden, wie es gelaufen ist", sagte Lennart Krayer. Aus Respekt vor der Höhe des Rennens auf 1800 Metern wollte er es erst einmal ruhig angehen lassen und fand sich nach einer Runde auf Position acht wieder. "Dann hatte ich schön Druck nach vorne und konnte Thore überholen und bis auf Sichtweite zu Position drei fahren", erzählte er.

Thore Hemmerling erwischte einen guten Tag. Aus der ersten Reihe startend hielt er sich auf Platz fünf. Teamkollege Krayer überholte ihn im Rennverlauf, Hemmerling wurde Sechster. "Ich konnte meine Startposition ins Ziel bringen", sagte der Saarländer glücklich. "Der Bundestrainer hat nicht damit gerechnet, dass ich die WM-Norm heute schaffe, deshalb bin ich froh, ihm gezeigt zu haben, dass ich es kann."

Die Weltmeisterschaft wird Mitte Oktober in Saalfelden-Leogang (Österreich), das liegt im Bundesland Salzburg, ausgetragen.