Kunst

Umfangreiches Rahmenprogramm zu "Der junge Picasso - Blaue und Rosa Periode" in der Fondation Beyeler in Riehen

BZ/Foto: Caroline Minjolle

Von BZ-Redaktion & Foto: Caroline Minjolle

Mi, 06. Februar 2019

Kunst (TICKET)

Fondation Beyeler bietet ein üppiges Rahmenprogramm zu ihren zwei Picasso-Ausstellungen.

Das Souterrain der Fondation Beyeler hat sich dieser Tage in ein Café der Belle Epoque verwandelt. Im nostalgischem Ambiente lädt das Museum dort begleitend zu den aktuellen Picasso-Ausstellungen ein, in die Welt des frühen 20. Jahrhunderts einzutauchen. Im Café Parisien, wie die Installation in Anspielung auf den langjährigen Lebensmittelpunkt Picassos heißt, können die Besucher aber nicht nur entspannen, essen und trinken. Vielmehr mutiert das Café immer mittwochs in ein Varietétheater, in dem bunte, unterhaltsame und artistische Darbietungen stattfinden. Auch Pablo Picasso bewegte sich in seinen jungen Jahren in den Kreisen der Pariser Künstler-Bohème und der Zirkuswelt, die sich in einschlägigen Lokalen trafen. Von der Inspiration, die er daraus gewann, zeugen viele seiner Werke aus jener Zeit.

Am, Mittwoch, 6. Februar, 18 bis 20 Uhr, startet die Reihe mit "Barkeeper’s Choice". Die Barkeeper von Cocktaileers entführen das Publikum mit ihren Drinks und ein wenig Zauberei in eine andere Welt. Ein besonderer Hingucker sind die in Anspielung auf die blaue und rosa Periode Picasso entsprechend eingefärbten Cocktails. Diese mixen die Drink-Tüftler mit lokalen Zutaten und Kräutern aus der Bio-Gärtnerei. Dazu gibt es Elektropop-Sounds des französischen DJ Rouge Rouge. Ebenso heute, Mittwoch, 18 bis 20 Uhr, laden Mitarbeiter des Museums aus verschiedenen Abteilungen die Besucher während der "Blauen Stunde" zu spontanen Rundgängen durch die Bildwelt des jungen Picasso ein. Die Spaziergänge dauern rund 10 bis 20 Minuten und richten den Fokus auf ein bis drei Werke der Ausstellung.

Am Mittwoch, 13. Februar, 18.30 bis 20 Uhr, schildert Kunsthistoriker Laurent Le Bon, Präsident des Musée national Picasso-Paris, in einem Französisch gehaltenen Vortrag die Geschichte der Ausstellung "Picasso. Bleu et rose", die im vergangenen Jahr als erste Station im Musée d’Orsay in Paris zu sehen war und nun in angepasster Form in der Fondation Beyeler präsentiert wird.

Am Mittwoch, 20. Februar zeigt Anja Pavlova von 18.30 bis 20 Uhr poetische Vorführungen, in denen sie klassischen Burlesque – die kunstvolle Art sich zu entkleiden – und amerikanischen Jazz- und Bluestanz des 20. Jahrhunderts kombiniert. Ihre Kostüme sind inspiriert vom Art nouveau. (Eintritt ab 16 Jahren). Am 6. März und 17. April, nehmen Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Theater Basel die Gäste mit auf die Reise in ein erotisch-schräges und dunkles Traum-Wunderland. Ganz nach dem Motto Charles Baudelaires: "Le beau est toujours bizarre" kreiert der Choreograf und Ballettdirektor Richard Wherlock ein Panoptikum tänzerischer Fantasien voller Widersprüche und sinnlichem Aufruhr, in dem existenzielle und universelle Themen wie Liebe, Begehren, Ekstase und Melancholie ihren Ausdruck finden.

Einmal im Monat, am 22. Februar, 29. März, 12. April und 3. Mai, jeweils von 9 bis 9.30 Uhr, lädt die Fondation Beyeler am Freitag zudem zur Morgenmeditation im Museum ein. Anschließend kann die Ausstellung in Ruhe vor der regulären Museumsöffnung besichtigt werden. Die Teilnehmerzahl ist limitiert.

Jeweils am letzten Wochenende des Monats bietet das Open Studie denen, die Freude an Kunst und Gestaltung haben, Gelegenheit, sich mit den Werken Picassos vertieft auseinanderzusetzen und kreativ zu experimentieren. Ob als Schnupperrundgang, als kurzer malerischer Versuch oder als schöpferische Betätigung über mehrere Stunden hinweg – für jeden gibt es das passende Format. Die Teilnahme ist kostenlos und für alle Altersgruppen geeignet. Die Termine sind: 22. Februar, 14 bis 18 Uhr, 23./24. Februar, jeweils 10 bis 18 Uhr, 29. März, 14 bis 18 Uhr, 30. und 31. März, je 10 bis 18 Uhr.