Kreisliga

Laufenburger Reservecoach schwärmt vom gegnerischen Team

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Mo, 05. Oktober 2020 um 20:53 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Der SV 08 Laufenburg II hat zwar nur 0:0 gespielt, dennoch schwärmt der Coach – gerade auch vom Gegner. Derweil wirbt der FC Bad Säckingen offenbar auf seine eigene Art um Zuschauer.

Die Ost-Staffel der Fußball-Kreisliga A spielt etwas verrückt. Der FC Geißlingen kassiert eine 0:7-Klatsche beim SV Stühlingen und ausgerechnet Aufsteiger SV Waldhaus ist der erste Verfolger der hochgehandelten Murger. Alles andere als gut läuft es beim CSI Laufenburg und SV Albbruck.

Die Landesliga-Reserve des SV 08 Laufenburg besticht durch eine stabile Defensive. In drei der letzten vier Partien blieben die Nullachter ohne Gegentor. Einzig die Offensivbemühungen von BW Murg führten dazu, dass Keeper Philipp Scheible zuletzt zweimal hinter sich greifen musste. Auch bei der jüngsten Nullnummer gegen den VfR Horheim-Schwerzen wahrte der 29-Jährige folglich die weiße Weste. Sein Trainer Alaa Eldin Atalla war vor allem vom Gegner begeistert: "Das war mit Abstand die beste Mannschaft, gegen die wir bis jetzt gespielt haben. Die haben keinen einzigen Ball lang geschlagen, sondern alles spielerisch lösen wollen."

Auch deshalb zeigte sich Atalla mit dem Remis zufrieden. "Vor dem Spiel hätte ich gesagt, dass wir gewinnen müssen, aber nach einem so guten Spiel beider Teams bin ich auch zufrieden – auch wenn wir Geißlingens Patzer ausnutzen hätten können." Es sei eine kampfbetonte Partie "mit guten fußballerischen Aspekten" gewesen, so Atalla. "Viel hat sich im Mittelfeld abgespielt, da wir nach unseren Balleroberungen nicht oft in die Angriffszone gekommen sind. Unsere Abwehr stand aber sehr gut und hat fast nichts zugelassen." Beim SV 08 haben sie sich zum Ziel gesetzt, den Platz in der Tabelle (aktuell Dritter), den man nach sieben Spieltagen inne hat, nicht mehr abgeben zu wollen. "Wir wollen uns im Oktober oben festsetzen. Danach kommen mit Geißlingen und Waldhaus schwere Aufgaben. Da wollen wir bereit sein."

Zuschauerakquise durch Bad Säckinger Torspektakel?

Beim FC Bad Säckingen setzt man eher auf Zuschauerakquise statt weiße Weste. "Wir wollen Zuschauer dazuholen", sagt Clemens Bauer mit einem Schmunzeln ob der letzten Ergebnisse. 20 Treffer fielen in den letzten drei Bad Säckinger Partien, deren sechs beim FC Weizen (3:3). "Wir sind sehr gut in die Partie gekommen, weil unser Plan, die Weizener zu langen Bällen zu zwingen, voll aufging. Beim Halbzeitstand von 2:0 für uns wurde es dann laut auf der anderen Seite." Als "Gallmanns Donnerwetter" bezeichnet Bauer die Halbzeitansprache seines Trainerkollegen, die umgehend Früchte trug. "Wir vergeben nach dem Seitenwechsel zwei riesige Chancen und kassieren dann das 2:1." Bauer, der erkannt hat, dass nach einem Gegentreffer "traditionell bei vielen dann die Sause geht", musste den Ausgleich und den 3:2-Führungstreffer der Weizener mitansehen. "Über einen Standard machen wir den Ausgleich, schwächen uns dann mit dem dritten Platzverweis im dritten Spiel wieder selbst. Das war komplett unnötig." Und so muss sich Bauers Elf den Vorwurf gefallen lassen, "dass wir die beiden Chancen beim Stand von 2:0 nicht nutzen. Sonst wäre die Messe gelesen gewesen".

Wenig Chancen trauten die meisten wohl dem SV Albbruck gegen Murg zu. Bei der 0:4-Pleite, die "in der Höhe in Ordnung geht", so Trainer Thomas Duffner, schlug sich der SVA bis kurz vor der Pause "richtig gut, aber durch ein Eigentor geraten wir mit 0:1 in Rückstand. Je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurde Murg ". Für seine Elf war der Gegner "momentan eine Nummer zu groß" und so liegt der Fokus bereits auf dem Duell mit dem SC Lauchringen, der nur zwei Punkte weniger auf dem Konto hat. "Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und nicht so viel Druck auf uns ausüben. Wir werden jetzt an der taktischen Ausrichtung und der Konzentration arbeiten. An unseren Zielen ändert sich nichts", zeigt sich Duffner kämpferisch.