Natascha Wolf beste W-40-Werferin

Ottmar Heiler

Von Ottmar Heiler

Mi, 14. August 2019

Leichtathletik (regional)

Sie sichert sich in Zella-Mehlis den deutschen Meistertitel im Wurffünfkampf / Anna-Lena Gamp Siebte bei der Siebenkampf-DM.

LÖFFINGEN. Natascha Wolf von der DJK Villingen hat sich bei der deutschen Meisterschaft im Wurffünfkampf überraschend den Titel in ihrer Altersklasse W 40 gesichert. In der gleichen Altersklasse bei den Männern verfehlte Maik Arendt von der LG Baar/LV Donaueschingen nur knapp eine Medaille und wurde Fünfter. Anna-Lena Gamp vom TV Lenzkirch kämpfte mit Deutschlands besten Siebenkämpferinnen bei der Mehrkampfmeisterschaft in Bietigheim-Bissingen und wurde nach einer packenden Aufholjagd Siebte. Emmanuel Molleker von der LG Baar/LV Donaueschingen belohnte sich bei der nationalen Neunkampfmeisterschaft in Mainz auch dank deutscher Schüler-Jahresbestleistung im Hochsprung mit dem fünften Platz.

Natascha Wolf zeigt keine Schwächen

Einen starken Wettkampf ohne Durchhänger legte Natascha Wolf in Zella-Mehlis hin. Ihre Aussichten auf eine Medaille waren nicht allzu groß, denn die drei zurzeit besten Vielseitigkeitswerferinnen dieser Altersklasse waren am Start. Mit den Jahresbestleistungen im Hammerwerfen mit 41,41 Metern, im Kugelstoßen mit 9,29 Metern, im Speerwerfen mit 26,98 Metern sowie im Gewichtwerfen mit 12,49 Metern lag die Villingerin aber in Lauerstellung auf Gold. Mit starken 33,48 Metern im Diskuswerfen und 3340 Punkten gewann sie schließlich den Wettbewerb und den Titel. Wolf war lange Zeit nach einem Achillessehnenriss außer Gefecht und kämpfte sich in Trainingseinheiten im Villinger Hubenloch und im Löffinger Stadion mit Ehrgeiz und viel Einsatz zurück zu alter Form.

Maik Arendt verpasste in der M 40 nur knapp eine Medaille. Im Hammerwerfen legte er 31,24 Meter vor, im Gewichtwerfen 9,99 Meter. Im ungeliebten Diskuswerfen geriet er mit 27,56 Metern ins Hintertreffen. Im Speerwerfen verschaffte er sich mit 44,67 Metern wieder etwas Luft und kam auf 2565 Zähler. Nur 22 Punkte trennten ihn von Bronze.

Auch Anna-Lena Gamp profitierte bei der DM von ihrer langjährigen Erfahrung. Sie startete mit 15,30 Sekunden über die 100 Meter Hürden, stieß die Kugel allerdings etwas unter ihren Möglichkeiten auf 12,51 Meter, sprang erstklassige 1,62 Meter hoch und schloss den ersten Tag mit 26,72 Sekunden über 200 Meter ab. Zu Beginn des zweiten Tages wurden ihre Nerven auf eine harte Probe gestellt, denn zwei weite Flüge im Weitsprung waren übergetreten. Mit einem Sicherheitssprung kam sie auf 5,42 Meter. 33,68 Meter waren für sie im Speerwurf passabel. Als Neunte ging sie in den abschließenden 800-Meter-Lauf. Nach einer starken kämpferischen Leistung verbesserte sie ihren eigenen Rekord deutlich und kam nach 2:18,77 Minuten ins Ziel. 5058 Zähler reichten zu Rang sieben.

Nach dem klaren Erfolg bei der badischen Meisterschaft galt die 14-jährige Jolanda Kallabis von der TG Stockach, früher LV Donaueschingen, als klarer Medaillenkandidat bei der deutschen Blockmehrkampfmeisterschaft der Schüler im westfälischen Lage. Mit erstklassigen 2685 Punkten holte sie sich den ersten nationalen Titel und konnte sich später noch über die Einstellung des badischen Rekords freuen.

Emmanuel Molleker von der LG Baar/ LV Donaueschingen stellte bei der deutschen Meisterschaft im Neunkampf, die in Mainz-Gonsenheim ausgetragen wurden, sein Talent unter Beweis. Im Gegensatz zum Zehnkampf der Aktiven fehlt bei den Schülern noch der 400-Meter-Lauf zum Abschluss des ersten Tages. Mit 11,91 Sekunden über 100 Meter, 5,96 Meter im Weitsprung und 14,35 Metern im Kugelstoßen stieg der badische Kaderathlet gut in den Wettkampf ein, ehe er im Hochsprung über sich hinauswuchs. Mit 1,95 Metern machte er mächtig Punkte gut und schuf sich für den zweiten Tag eine gute Ausgangsbasis. Seine Hochsprungbestleistung wurde in diesem Jahr bisher von keinem Schüler in Deutschland erreicht.

Emmanuel Molleker verletzt sich beim Hürdenlauf

Mit 12,14 Sekunden über 80 Meter Hürden und 44,71 Metern im Speerwerfen blieb er unter seinen Möglichkeiten. Allerdings hatte er sich an einer Hürde schmerzhaft am Bein verletzt. Es folgte mit 3,50 Metern beim Stabhochsprung eine deutliche Steigerung seiner Bestleistung, ehe er auf die ungeliebten 1000 Meter ging. Gebremst durch die Verletzung war die Zeit von 3:17,32 Minuten enttäuschend. Immerhin hatte er in der Abrechnung 5338 Punkte auf seinem Konto und erreichte damit in der Klasse M 15 Rang fünf.

Bei der deutschen Jugendmeisterschaft in Ulm waren die Läufer aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis besonders erfolgreich. Über 800 Meter der U 18 wurde Adrian Engstler vom TV Villingen nach dem Sieg in seinem Vorlauf im Finale mit der starken Zeit von 1:57,36 Minuten Vierter. In der U 20 lief Tim Assmann vom TV Villingen über 1000 Meter in 1:52,30 Minuten auf Rang drei. Der Donaueschinger Alexander Kessler kam mit der Staffel der LG Region Karlsruhe über die 3x1000-Meter auf Rang neun.