Kindesmissbrauch

Ein Verbrechen an der Kinderseele

Dorothea Hiller

Von Dorothea Hiller (Freiburg)

Sa, 15. Juni 2019

Leserbriefe

Zu: "Tränen, Schreie, Wut", Beitrag von Akiko Lachenmann (Die dritte Seite, 31. Mai)

Vorweg möchte ich anmerken, dass schwerer sexueller Kindesmissbrauch nicht nur seelische Verletzungen nach sich zieht, es ist ein unmittelbares Verbrechen an der Kinderseele. Wie dem Artikel zu entnehmen ist, trägt diese Frau nun beinah lebenslänglich daran. Mit Depressionen belastet, frage ich mich, wie sie ihren eigenen Kindern Urvertrauen und Lebensfreude vermitteln soll?

Zur Dramatik des Missbrauchs kommt hinzu, dass sich die seelischen Auswirkungen dieser Tat innerhalb der Familie unter Umständen noch über Generationen hinweg erstrecken kann; in dem Zusammenhang muss auch die Verjährungsfrist für Täter aufgehoben werden – die Opfer tragen lebenslänglich an dieser Bürde, ebenso sollte der Täter lebenslänglich dafür zur Rechenschaft gezogen werden können. Dorothea Hiller, Freiburg