Strassenbeleuchtung

Leuchtdauer per Sensorschaltung einfach reduzieren

Michael Uhrmeister

Von Michael Uhrmeister (Lörrach)

Fr, 22. Mai 2020

Leserbriefe

Zu: "Leuchtende Todesfallen für Insekten", Beitrag von Klaus Riexinger (Politik, 12. Mai)
Das vom Autor beschriebene Zuviel an Nachtbeleuchtung fällt insbesondere in Bereichen auf, in denen sie eigentlich nur zeitweise oder geringfügig notwendig ist. Zum Beispiel ist der DB-Haltepunkt Dammstraße nachts durchgehend festlich erleuchtet, obwohl der letzte Zug von dort um 22.46 Uhr abfährt und der Haltepunkt nachts kaum genutzt wird. Zudem wurden die Laternen hier in geradezu unglaublicher Dichte installiert. Im benachbarten Wohngebiet ist diese Dichte deutlich geringer. Zudem werden dort Doppelleuchten schon seit langem nur zur Hälfte betrieben. Das wäre auch am DB-Haltepunkt eine einfach umzusetzende Maßnahme. Die Leuchtdauer ließe sich per Sensorschaltung einfach reduzieren, wie dies zum Beispiel an kleinen Haltepunkten in Hessen schon gesehen wurde. Bei der im Artikel beschriebenen Einführung von LED-Lampen sollten in wenig frequentierten Bereichen grundsätzlich Sensoren verwendet werden. Zusätzlich kann eine einfache Abschattung von Lampen die Abstrahlung auf die wichtigen Flächen begrenzen. Fassadenbeleuchtungen sind hier natürlich kontraproduktiv, so schön sie oft wirken.

Es ist sehr erfreulich, dass der Gesetzgeber jetzt Maßnahmen zur Reduzierung der öffentlichen Außenbeleuchtungen beschließen will. Aber im privaten und wirtschaftlichen Bereich können alle in diesem Sinne aktiv werden. Bezüglich der Sicherheit dürften Beleuchtungen, die per Bewegungsmelder aktiviert werden, auch effektiver als Dauerlicht wirken.

Michael Uhrmeister, Lörrach