Vom Individuum zur Gruppe

Jürgen Schickinger

Von Jürgen Schickinger

Mi, 10. April 2013

Literatur

Der Biologe Edward O. Wilson widerruft in seinem Buch "Die soziale Eroberung der Welt" sein eigenes Modell der Evolution.

Edward O. Wilson hat einen kleinen Krieg unter den Evolutionstheoretikern angezettelt. In seinem neuen Buch "Die soziale Eroberung der Welt" macht der Amerikaner, der häufig als bedeutendster Biologe unserer Zeit bezeichnet wird, nämlich eine Kehrtwendung: Lange war er davon überzeugt, dass einzelne Individuen die menschliche Evolution antreiben. Sie geben ihre Gene an wenige oder viele Nachkommen weiter oder gar nicht. So käme auch das Gute im Menschen zur Welt, die "Eusozialität": komplexe Gruppen, deren Mitglieder teils selbstlos handeln, kooperieren, Arbeiten untereinander aufteilen und gemeinsam den Nachwuchs umsorgen. Neuerdings aber macht Wilson für diese Entwicklung die Gruppenselektion verantwortlich, die Konkurrenz unter Stämmen und Völkern.

Die Theorie sei völlig unglaubwürdig, ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ