Polizeieinsatz in Freiburg

Manchmal ist leider auch einfache körperliche Gewalt ein notwendiges Mittel

Peter Wüger

Von Peter Wüger (Schwanau)

Sa, 05. September 2020

Leserbriefe

Zu: "Wirbel um Polizeieinsatz in Freiburg", Beitrag von Gina Kutkat und Joachim Röderer (Politik, 19. August)
Ich wollte meine Kinder nicht einer Person überlassen, die sich nicht an wichtige Regeln unserer Gemeinschaft hält. Diese Person hat für unsere Kinder Vorbildfunktion. Mit Sicherheit erwartet sie von den ihr anvertrauten Kindern auch, dass sie ihre Anweisungen befolgen. Auch sie wird bei Nichtbeachtung geeignete Maßnahmen ergreifen, um ihren berechtigten Willen durchzusetzen.

Kann man für den eigenen Spaß die Nachtruhe der Bevölkerung stören? Kann man trotz mehrfacher Aufforderung der Polizei einfach weitermachen? Kann man als Auszubildende dieses wichtigen Berufes ein so hochintelligentes Spiel wie Bier-Pong mitmachen? Hier habe ich zwar etwas Verständnis wegen des Alters, aber für richtig halte ich es deshalb trotzdem nicht. Kann man auch in diesem Alter nicht wissen, dass man den Polizisten, wenn wie hier ein Grund vorliegt, den Personalausweis zeigen muss? Insgesamt betrachtet war die ganze Aktion der jungen Frau sehr unüberlegt und das Handeln der Polizei völlig richtig. Wer, wenn nicht die Polizei, soll Ruhestörungen unterbinden?

Manchmal ist leider auch – wie in diesem Fall – einfache körperliche Gewalt ein notwendiges Mittel. Ich bin fest davon überzeugt, dass solch eine Aktion den Polizisten bestimmt keinen Spaß macht. Sie wären sicherlich glücklicher gewesen, wenn die Anweisungen befolgt worden wären, so wie es meist auch im Kindergarten für die Erzieherinnen und Erzieher funktioniert. Peter Wüger, Schwanau