Wihnaachte

LUEGINSLAND: Meh Lascht wie Luscht

Wendelinus Wurth

Von Wendelinus Wurth

Sa, 21. Dezember 2019

Kolumnen (Sonstige)

Nie kamr besser studiere, was mr sin, wie an Wihnaachte. Mr mießte jo alli Hans un Hanna heiße, wie selli im Schnookeloch. Si kenne des Lied bstimmt, iwer selli, wu im Schnookeloch hucke un nit wisse, was si welle. Werum? Wil si, was si grad hen, nit welle, un wil si, was si grad nit hen, um s Verecke welle – e "walking contradiction", e wandelnder Widerspruch, wie de Kris Kristofferson emol gsunge het.
Mir singe "Leise rieselt der Schnee" un "Stille Nacht, heilige Nacht" un hen des Wihnaachtsgedudel alliweraal am zweite Advent schu zum Hals rushänge. Un wehe s schnejt un mr kaan nit eso rumgurike, wie mr gern wot, wil s spiegelglatt isch. Mir hätte gern Rueh un mache uns Stress uhni End. Mir meine, mir mießte an Wihnaachte allene, wu mr gern hen, ebbis schenke – wie wenn s sunsch ke Glegeheit gäbt s ganz Johr durich.
Mir nemme uns vor nägschtjohr ganz bstimmt alles ganz anderschter z mache. Un mache s wider wie s Johr voher – alle Jahre wieder. Mr len uns mitrisse vun dem Truwel, wil s jo au e wing (bloß e wing) schiin isch. Un juumere wider, kurz vor Wihnaachte, ass alles meh Lascht wie Luscht isch, un frooge uns, werum mr des alles wider mitgmacht hen. Un freje uns, ass endlig e Rueh isch un mr sich kaan usruehge, un ass nooch em zweite Wihnaachtsfierti endlig wider andri Musik us em Radio kunnt. Mir sin wandelndi Widersprich, wu guet passe uf de Wandelstern. Entstressti, frohi Wihnaachte!