Sendungsverfolgung extrem

MOMENT MAL: Die Odyssee des Fotobuches

Karlheinz Schiedel

Von Karlheinz Schiedel

Di, 07. Januar 2020

Kolumnen (Sonstige)

Wer, wie ich, schon etwas ältere Eltern hat, weiß, wie schwer es ist, für sie ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden. Ganz gut kommt in der Regel ein Fotobuch an. Zum Beispiel mit Schnappschüssen von den beiden Urenkeln. Nach ein paar Tagen beherzten Ringens mit der sperrigen Fotobuchsoftware ist das Werk fertig und wird – zusammen mit einigen Leckereien – am 17. 12. verschickt. Trotz erhöhten Paketaufkommens rechtzeitig zum Fest. Sollte man meinen. Schick: Mit der Sendungsverfolgungs-App lässt sich der aktuelle Status des Paketes jederzeit online verfolgen. Am 18. 12. kommt die Sendung in der Region des Empfängers (Lahr) an und wird im nächsten Schritt zur Zustellbasis transportiert. Am 20. 12. landet sie im Zustellfahrzeug und soll am gleichen Tag in Waldshut-Tiengen ausgeliefert werden. Unruhe macht sich breit, als die nun fast stündlich aufgerufene App meldet, die Sendung konnte nicht zugestellt werden (kein Name an der Klingel, Empfänger ggf. verzogen, etc.). Hä!? Am 21.12. ist das Paket wieder in Lahr und die ohnehin labile Weihnachtsstimmung bedrohlich am Kippen. Zwar erscheint am 21.12. und am 27.12. erneut kurz die Meldung, dass die Sendung voraussichtlich heute zugestellt wird, doch das Weihnachtspaket an meine Eltern bleibt verschollen. Am 30.12. stelle ich einen Nachverfolgungsantrag. 15 Tage Bearbeitungszeit heißt es im automatisch generierten Antwortmail. Es ist freundlich formuliert. Immerhin...
Nachtrag: 4.1., 10:23 Uhr. Das Paket wurde ausgeliefert. Frohe Weihnachten!