Krokodiljagd

Das ist keine Jagd, sondern Folter

Silke Eisfeld

Von Silke Eisfeld (Gundelfingen)

Sa, 15. Februar 2020

Leserbriefe

Zu: "Warum ein Risiko eingehen?", Interview von Michael Saurer mit Phil Walters (Aus aller Welt, 6. Februar)
Das Tier so lange kämpfen lassen, an einer speziellen Angelrute und mit mehreren Jägern, bis es vollkommen erschöpft ist? Wow, super! Ein Tier bis zur völligen Erschöpfung um sein Leben kämpfen zu lassen, ist keine Jagd, sondern Folter. Auch im weiteren Interview wird eine verächtliche Haltung des Alligatorenjägers gegenüber dem tierischen Leben deutlich: "Warum ein solches Risiko eingehen für ein Tier, das noch nicht einmal in seinem Bestand bedroht ist?"

Ich finde es bedenklich und sehr schade, dass die Badische Zeitung dieses Interview völlig unreflektiert abdruckt und das Leiden des Salzwasserkrokodils, das seit drei Jahren in einem Motorradreifen feststeckt, eine zu geringe Würdigung findet. Nur die Gürtel und Geldbeutel, die man aus seiner Haut machen könnte, zählen wohl. Silke Eisfeld, Gundelfingen