Coronavirus

Die Schutzvorkehrungen sind nachahmenswert

Lothar Spillmann

Von Lothar Spillmann (Freiburg)

Mi, 12. Februar 2020

Leserbriefe

Zu: "Das ist total unsinnig", Beitrag von Michael Saurer (Politik, 3. Februar)
Der vom ärztlichen Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene, Herrn Ernst Tabori, mit einem Talisman verglichene und als wenig sinnvoll bezeichnete Mund-Nasenschutz wird in Taiwan (sowie anderen fernöstlichen Ländern) von Ärzten, Schwestern, Pflegern und Apothekern, wie auch vom Küchen-, Wach- und Reinigungspersonal eines Krankenhauses getragen. Solche Gesichtsmasken sind auch im öffentlichen Dienst, bei Bankangestellten, an der Kasse, gelegentlich bei Taxifahrern und überall dort üblich, wo man mit vielen Menschen in Berührung kommt. Man gibt sich ferner nicht, wie bei uns, die Hand. Aufzüge und Rolltreppen werden in kurzen Abständen desinfiziert.

Auf diese Weise beugt man der Tröpfchen- und Kontaktübertragung von Erregern vor und schützt sich und gleichzeitig andere. Die Augen sind durch die von vielen getragene Brille ohnehin bedeckt. Husten und Niesen in die Ellenbeuge habe ich nie gesehen, ebenso wenig Spucken. Bei der Ankunft auf dem Flughafen in Taipei wird bei jedem Reisenden routinemäßig die Temperatur mit einem berührungsfreien Infrarot-Thermometer gemessen. Dies dient dem Schutz der Bevölkerung vor eingeschleppten Krankheiten. Das ist nachahmenswert, und niemand wundert sich darüber oder nimmt Anstoß daran. Lothar Spillmann, Freiburg