Solche Jugendarbeit sollte gefördert werden

Veronika Hollerbach

Von Veronika Hollerbach (Furtwangen)

Mi, 25. März 2020

Leserbriefe

Wie schade, dass Sie die durchaus positive Darstellung von Frau Kohlmeyer und ihrer Tanzschule münden lassen in die Kritik der Aufführung von "Romeo und Julia", die völlig an dem von mir Gesehenen vorbei geht. Es ist grandios, wie Frau Kohlmeyer fast 100 Jugendliche und Kinder zu Höchstleistungen anspornt, über ein ganzes Jahr lang berührende und mitreißende Tanzszenen mit ihnen erarbeitet und eindrückliche Bilder geschaffen hat. Natürlich sind das keine professionellen Tänzer. Es wird auch kein Anspruch diesbezüglich erhoben, daher ist der Bezug zu Simon Rattle völlig deplatziert.

Dass die Aufführung dann als "doch mehr Schultheater" abqualifiziert wird, ist beleidigend für die Theaterpädagogen an unseren Schulen, impliziert es doch Schultheater als die unterste Stufe des kreativen Schaffens. Gut, dass das Publikum es anders gesehen hat. Jugendarbeit dieser Art sollte gewürdigt und gefördert werden. Veronika Hollerbach, Furtwangen