Corona-Impfungen

Menschen, die älter als 80 Jahre sind, bekommen kurzfristige Angebote

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 05. März 2021 um 17:00 Uhr

Lahr

Weil oftmals Termine nicht wahrgenommen werden, gibt es neue Optionen. Über 80-Jährige sollen deshalb ein Angebot über die Kommunen bekommen, teilt das Landratsamt mit.

30 bis 80 gebuchte Impftermine werden täglich in den Kreisimpfzentren in Lahr und Offenburg nicht wahrgenommen. Deswegen kann der Ortenaukreis kurzfristig freigewordene Impftermine in den beiden Kreisimpfzentren (KIZ) den Städten und Gemeinden anbieten.

Der Termin ist gebucht, aber niemand erscheint

Das Angebot richtet sich an über 80-Jährige.
Der Termin ist gebucht, aber niemand erscheint. Solche Situationen erleben die Mitarbeiter immer wieder. "Das passiert ohne Absage, sodass die eingeplanten Impfdosen für diese Termine am Ende des jeweiligen Tages übrigbleiben", informiert Diana Kohlmann, Koordinatorin der Kreisimpfzentren. "Sie werden zwar nicht in die Dosierspritzen aufgezogen, sondern gehen zurück in die Aufbewahrung, zugleich warten jedoch immer noch zahlreiche über 80-jährige Bürgerinnen und Bürger des Ortenaukreises darauf, einen Impftermin zu erhalten", so Kohlmann. "Deswegen haben wir eine Strategie ausgearbeitet, wie wir gemeinsam mit den Städten und Gemeinden den über 80-Jährigen, die noch keinen Impftermin erhalten haben, die kurzfristig freigewordenen Termine anbieten können."

Zwischen 30 und 80 Termine würden täglich in den beiden Kreisimpfzentren in Offenburg und Lahr aktuell nicht abgerufen. Nun könnten Städte und Gemeinden ihre impfbereiten Einwohner über 80 Jahre erfassen, die Bürgerinnen und Bürger telefonisch über mögliche Impftermine informieren und gegebenenfalls einen Transportservice organisieren. "Wir haben diesen Weg als einen weiteren kleinen Baustein zur erfolgreichen Impfstrategie gewählt, weil wir auch mit den mobilen Impfteams nicht vor Juli in die Gemeinden fahren können, um dort beispielsweise in einer Gemeindehalle zu impfen", erklärt Kohlmann.

Mobile Impfteams fahren auch in die Kommunen

Das Sozialministerium habe informiert, dass die mobilen Impfteams auch in die Kommunen fahren können, wenn sie mit den Pflegeeinrichtungen fertig seien. "Wir werden Ende März die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime geimpft haben, das ist ein toller Erfolg. Allerdings wurden uns vom Sozialministerium weitere Pflichtadressen genannt. So sind neben Pflegeeinrichtungen auch die Tagespflege und das betreute Wohnen zu impfen, was sehr sinnvoll ist. Es wird wohl bis Ende Juni dauern, alle Einrichtungen anzufahren", so Kohlmann.

Bis zum 18. März haben die Kommunen die Möglichkeit, ihre impfwilligen Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahre zu erfassen und sie den Kreisimpfzentren zu melden. Geimpft wird mit dem Impfstoff von Biontech, eine Wahlmöglichkeit besteht nicht. Die Zweitimpfung findet drei Wochen nach dem Ersttermin statt und wird ebenfalls zugewiesen.