Landesliga

Michele Borrozzino: "Wir wollen in ein paar Jahren die Ernte einfahren"

Nikolaus Rhein

Von Nikolaus Rhein

Do, 08. Oktober 2020 um 17:52 Uhr

Landesliga Staffel 2

Interview mit dem Trainer des SV Ballrechten-Dottingen Michele Borrozzino über den guten Start des Fußball-Landesligisten und die Ziele des Vereins in der kommenden Zeit.

Der SV Ballrechten-Dottingen ist vielversprechend in die Landesliga-Saison gestartet: Nach sechs Spielen stehen 13 Punkte und Tabellenplatz vier für die Mannschaft vom Castellberg zu Buche. Für SV-Trainer Michele Borrozzino ist der Aufstieg in die Verbandsliga trotzdem kein Thema. In den nächsten Jahren hat für den 43-jährigen Coach, der die Ballrechter mittlerweile im fünften Jahr betreut, ein andere Sache Priorität.

BZ: Was sind die Gründe für den erfolgreichen Saisonstart?
Borrozzino: Wir haben momentan keine Verletzungen zu beklagen und eine Konkurrenzsituation im Kader geschaffen, die jeden einzelnen pusht. Im Kollektiv sind wir gut aufgestellt. Das sind sicherlich die Hauptgründe für unsere sehr gute Punkte-Ausbeute. Wir lassen uns von der momentanen Situation aber überhaupt nicht blenden und wissen den guten Start in die Runde richtig einzuordnen.

BZ: Ist der SV Ballrechten-Dottingen ein Aufstiegskandidat?
Borrozzino: Ganz ehrlich, die Verbandsliga ist bei uns überhaupt kein Thema. Wir sind ein sehr familiärer Verein. Bei uns geht alles nur über den Zusammenhalt und den Teamgedanken. Wir wissen, dass es jedes Jahr eine Riesenherausforderung für uns ist, die Landesliga zu halten. Dafür arbeiten wir Trainer und die Mannschaft tagtäglich im Training. Langfristig geht es für uns vor allem darum, einen Umbruch im Verein einzuleiten.

BZ: Wie soll dieser Umbruch erfolgreich gestaltet werden?
Borrozzino: In den vergangenen Jahren lief unsere Jugendarbeit noch über einen Jugendförderverein, ein Zusammenschluss mehrerer Vereine. Die Nachwuchsarbeit hat der Verein mittlerweile wieder auf eigene Beine gestellt. Da wächst jetzt langsam etwas heran. Unser Ziel ist es, dass wir in drei bis vier Jahren die Ernte einfahren und wieder verstärkt aus der eigenen Jugend Talente für die erste Mannschaft schöpfen können. Bis dahin müssen wir uns in den Transferperioden weiterhin nach externen Kräften umschauen. Da waren unsere Aktivitäten in diesem Sommer bislang sehr erfolgreich. Die Spieler, die wir verpflichten konnten, haben sich richtig festgespielt. Damit bin ich als Trainer sehr zufrieden.