Bundesliga

Mit Spielglück und Effizienz: SC Freiburg fährt vierten Sieg in Folge ein

dpa

Von dpa

Sa, 02. Januar 2021 um 17:25 Uhr

SC Freiburg

Mit 3:1 gewinnt der SC Freiburg am 14. Spieltag bei der TSG 1899 Hoffenheim. Dabei legten die Streich-Spieler eine fulminante erste Halbzeit hin – alle drei Treffer fielen in den ersten 45 Minuten.

Die TSG 1899 Hoffenheim hat einen denkbar unglücklichen und bitteren Jahresauftakt in der Fußball-Bundesliga erwischt. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß unterlag am Samstag im leeren Sinsheimer Stadion dem badischen Rivalen SC Freiburg mit 1:3 (0:3). Dabei mussten bei den Kraichgauern gleich in der Anfangsphase Jubilar Sebastian Rudy und Kevin Akpoguma verletzt vom Platz. Dazu kassierte die TSG einen blöden Handelfmeter und erzielte durch Kasim Adams (42. Minute) ein Eigentor.

Santamaria mit dem Premierentor

Baptiste Santamaria (7. Minute) mit seinem Premierentor in der Liga und Vincenzo Grifo (34.) per Strafstoß trafen für die Gäste. Ihlas Bebou gelang der Treffer zum 1:3 (58.). Der Sport-Club baute damit seinen Vorsprung in der Tabelle auf die Hoffenheimer auf fünf Punkte aus. Zudem bescherten die Breisgauer Christian Streich zu Beginn seines zehnten Jahres als Chefcoach den vierten Sieg hintereinander. Der SC ist nun seit sechs Partien ungeschlagen.

Hoffenheim wollte nach dem 2:1 in Mönchengladbach kurz vor der Winterpause eigentlich eine Aufholjagd starten - muss aber diesen gebrauchten Tag erstmal verarbeiten.

Hoffenheim mit Verletzungssorgen

Für den personell ohnehin geschwächten Europa-League-Teilnehmer begann die Partie mit einem Schrecken: Unmittelbar vor dem 0:1 versuchte Rudy SC-Kapitän Christian Günter beim Flanken zu stören und verdrehte sich dabei das linke Knie. Ausgerechnet in seinem 300. Bundesliga-Spiel musste der WM-Teilnehmer von 2018 mit einem dicken Verband in die Kabine geführt werden und kam zur Untersuchung ins Krankenhaus. Den Gegentreffer hatte Rudy mit seinem Einsatz auch nicht verhindern können: Der Franzose Santamaria stand am langen Pfosten und traf den Ball perfekt.

Nur kurz darauf verzeichneten die Hoffenheimer ihren zweiten Ausfall: Abwehrspieler Akpoguma musste mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel ebenfalls raus. So war das Hoeneß-Team erstmal aus dem Rhythmus und lieferte eine desolate erste Halbzeit ab. Ohne Rudy und den fehlenden Florian Grillitsch hatten sie keinen Ballverteiler. Die Freiburger nutzten ihre Chancen mit kühlem Kopf.

Grifo macht das 2:0

Der nächste Rückschlag für die TSG ließ nicht lange auf sich warten: Nicolas Höfler köpfte dem eingewechselten Melayro Bogarde im Strafraum an die Hand - Grifo ließ sich die Elfmeterchance nicht entgehen und erhöhte auf 2:0. Der Ex-Hoffenheimer hat damit bereits sieben Saisontor erzielt, so viele wie noch nie in einer Spielzeit.

Mit dem Eigentor durch Adams zum 0:3 gingen die TSG-Profis demoralisiert in die Kabine. Den ersten gefährlichen Schuss im zweiten Durchgang gab Bogarde ab. Immer mehr schüttelten die Hffenheimer die miserablen ersten 45 Minuten ab. So düpierte Bebou die unsortierten Freiburger mit einem satten Schuss unter die Latte zum Anschlusstreffer. Andrej Kramaric hätte fast das 2:3 geköpft, als der Ball über SC-Keeper Florian Müller segelte, der Torjäger traf aber nur das Außennetz.

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