Modricker will "ganz bei sich bleiben"

Uwe Rogowski

Von Uwe Rogowski

Di, 09. Februar 2021

Skispringen

Schopfheimer Skispringer vor der Junioren-Weltmeisterschaft.

. Matti Nykänen, Gregor Schlierenzauer, Janne Ahonen, Thomas Morgenstern. Die Liste der ehemaligen Junioren-Weltmeister im Skispringen ist prominent besetzt. Quirin Modricker (SC Hinterzarten) macht sie nicht nervös, er nimmt die großen Namen seines Sports gelassen zur Kenntnis. "Ich will im Wettkampf ganz bei mir bleiben, dann wird sicherlich ein gutes Ergebnis herausspringen", sagt der Skispringer aus Schopfheim-Wiechs gestern der BZ. Donnerstag (Einzel) und Freitag (Team) startet er in Lahti zum ersten Mal bei einer Junioren-WM. Die Salpausselkä-Normalschanze, die schon bei der JWM 2019 genutzt wurde, wird Schauplatz der Springen sein.

Seit Freitag ist Modricker in Skandinavien, mit dem deutschen Team ging der Flieger von Frankfurt aus nach Suomi. "Für finnische Verhältnisse ist es erstaunlich warm", berichtet er aus dem Norden. "Minus sieben bis minus 15 Grad sind es. Es schneit immer mal leicht." Der 19-Jährige kann zuversichtlich auf seine erste JWM blicken. Die Form passt. Beim Alpencup im Dezember und Januar präsentierte sich der Wiesentäler in guter Verfassung, zeigte ein prima Fluggefühl. Unter anderem die Plätze fünf und sieben sprangen in Seefeld und Oberhof heraus, wo er im zweiten Durchgang erst nach 102 Metern landete. Landestrainer Rolf Schilli traut ihm bei der WM die Top 15 zu, mit der Mannschaft sei sogar Bronze nicht zu hoch gegriffen.

An der Schanze soll es nicht liegen, mit dem Bakken in Lahti kommt der deutsche Jugendmeister von 2017 offenbar gut klar. "Wir durften uns schon mal einspringen", sagt Modricker. Beim FIS Cup am vergangenen Wochenende überzeugte er mit Platz 20 und als 14. im ersten Springen, als er mit 95 und 93,5 Metern bester Deutscher wurde. Den Schanzenrekord hält der polnische Flugkünstler Kamil Stoch (103,5).