Klimaschutz beim Quartier 5 im Blick halten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 19. Juni 2019

Müllheim

Agus Markgräflerland fordert eine umweltfreundliche Bauweise und Energieversorgung sowie die Förderung des ÖPNV.

MÜLLHEIM (BZ). Unter anderem zum Artikel "Belchenstraße bleibt trotz Bebauung" in der Badischen Zeitung am 5. Juni über die Quartier-5-Pläne, bei denen in der Siedlung zwischen Schwarzwaldstraße und Zielbergstraße in Müllheim für mehr Wohnraum nachverdichtet werden soll, meldet sich die Agus Markgräflerland (Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz) in einer Pressemitteilung zu Wort.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) sei verpflichtet, modellhaft zu bauen, ganz im Sinne der Agus-Forderung "Klimanotstand auch in Müllheim!", und zwar, in dem der Bauvorgang selbst und das Ergebnis CO2-neutral oder gar CO2-senkend gestaltet würden, etwa durch die Verwendung entsprechender, wiederverwertbarer, CO2-bindender oder auch recycelter Baustoffe und die Vermeidung von Zement, schreibt Vorstand Jürgen Hauke. Er nennt dabei als Beispiel Holz und Recyclingbeton. "Alles dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Weltklimaabkommens untergeordnet!" Diesem Ziel müsse auch die Energieversorgung des Quartiers entsprechen, etwa ergänzt durch den Einsatz regenerativer Energien. Dabei seien "natürlich auch Qualität und Quantität der Fuß- und Rad-Infrastruktur im Umfeld des Quartiers ebenso wie die ÖPNV-Anbindung des Viertels genau unter die Lupe zu nehmen und auf ihre Klimafreundlichkeit zu testen", heißt es in der Mitteilung weiter. Schließlich müsse man zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Abkommens für Klimaschutz "den (fossil angetriebenen) Autoverkehr – jetzt! – reduzieren". Durch mehr Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), aber beispielsweise auch durch Parkraumbewirtschaftung sowie Reduzierung und Umwidmung von Auto- zugunsten von Fahrradstellplätzen, zur Verbesserung der Aufenthalts- und Fortbewegungsqualität von Zu-Fuß-Gehenden und Fahrrad-Fahrenden.

"Schön und gut schließlich auch", schreibt Hauke am Ende der Mitteilung, "dass das Vorhaben laut Verwaltung ohne Erstellung eines Bebauungsplans umgesetzt werden kann!" Festzuhalten sei dabei, dass die Stadt damit auch von einer ganzen Reihe zur Erstellung eines Bebauungsplans notwendiger Punkte entlastet werde.