Kommentar

Ein in der Stadt verteilter Weihnachtsmarkt ist nicht umsetzbar

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Do, 22. Oktober 2020 um 10:42 Uhr

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Nach dem Aus für den Freiburger Weihnachtsmarkt wollen Stadträte wenigstens ein bisschen Budenzauber retten. Ihre Idee ist pfiffig und würde viele freuen – aber leider nicht umsetzbar.

Das Aus für den Weihnachtsmarkt verdirbt vielen die Stimmung. Selbst die "Light-Version" ohne Alkohol wäre besser als nichts gewesen. Doch so wie die Corona-Fallzahlen steigen, ist die Absage richtig.

Das finden auch die Freien Wähler im Gemeinderat, doch sie wollen wenigstens etwas Flair in die Adventszeit retten – und haben eine pfiffige Idee: Man könnte in der ganzen Innenstadt Buden verteilen. Hier mal ein Kerzenstand und dort mal ein Karussell, maximal zwei nebeneinander, um Massen zu vermeiden.

Auch wenig Buden auf viel Platz sind eine Veranstaltung

Diese "Weihnachtsinseln" würden garantiert Bürger und Besucher freuen, aber auch Geschäftsleute und die arg gebeutelten Schausteller. Die Insel-Idee scheint so einfach wie machbar. Warum hatte die noch niemand?

Im Prinzip hatte die Marktgesellschaft FWTM sie schon. Zwar wären die Buden viel weiter räumlich gestreckt als bei ihrem eingestampften dezentralen Konzept, aber sie gälten noch immer als eine Veranstaltung mit dem gleichen Problem: Sie müsste eingezäunt werden und dürfte nur 100 Besucher haben, erklärt die FWTM. Keine Chance also für ein bisschen Weihnachtsmarkt.

Die Mini-Mess’ wird verlängert

Immerhin: Das Herbstvergnügen geht in die Verlängerung – bis 1. November können die Besucher auf das Gelände mit Riesenrad, Autoscooter und Zuckerwatte. Wie wäre es eigentlich, dieses Vergnügen zeitlich weiter zu strecken und aus der Mini-Herbstmess’ einen kleinen Vergnügungspark zu machen – bis zum Aus von Corona?