Musiker und Zuhörer trotzen der Kälte

Hubert Gemmert

Von Hubert Gemmert

Di, 19. Oktober 2021

Stegen

WIE WAR’S BEI... dem Open-Air-Lichterkonzert des Musikvereins Wittental?.

. Ein Lichterkonzert unter freiem Himmel bot jetzt der Musikverein Wittental seinen Besuchern. Die Idee zum Open-Air-Konzert war entstanden, weil der jährliche Hock ausgefallen war und es nicht sicher ist, ob das Jahreskonzert stattfinden kann. Und die Idee kam an: Erst nach zwei Zugaben durften die Musiker den Konzertabend beenden.

Die Atmosphäre
Bereits bei der Anfahrt zum örtlichen Festplatz sah man die Beleuchtung und hörte die letzten Töne der Probe. Danach ging es für die Musiker und ihre Instrumente noch einmal kurz in etwas wärmere Räume, bevor der musikalische Abend beginnen konnte. Mit Lichterketten und Leuchtschläuchen war der Weg zu den Sitzplätzen ausgeleuchtet. Von diesen aus war die Laserschau, die in Bäume und Sträucher projiziert wurde, sehr gut zu sehen. Auf Bewirtung wurde wegen der Corona-Bestimmungen und der Konzertdauer von einer Stunde bewusst verzichtet. Dies tat der Stimmung keinen Abbruch.

Die Temperaturen
Es war, was die Temperaturen betraf, ein kühler Abend auf dem Festplatz. Gerade mal fünf Grad zeigte das Thermometer. Doch die Musiker heizten dem Publikum gut ein, die meisten Füße kamen durch das ständige Mitwippen zum Takt überhaupt nicht zum Auskühlen. Und gegen die Kälte in den Händen konnten die Zuhörer nach jedem Stück kräftig in die Selbigen klatschen. Auch dies wurde ausgiebig gemacht und wärmte auf.

Das Publikum
Rund 130 Gäste ließen es sich nicht nehmen, ihren Musikverein endlich wieder einmal hören zu können. Bepackt mit Decken, Kissen und warmen Getränken zogen sie auf den Festplatz und machten es sich auf den Bierbänken gemütlich. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Unter diesem Motto packten sich die Zuhörer warm ein. Schnell war bei dem gebotenen Programm die Kälte vergessen.
Das Programm
Das musikalische Angebot streifte die unterschiedlichsten Musikrichtungen und Schwierigkeitsgrade. Von Fanfaren und Posaunenchor, die normalerweise mehr im Klassikbereich zu hören sind, bot der Musikverein auch eine Polka und einen Marsch an. Weiterhin war die leichtere Musik mit Winnetou, Moon River als Filmmusiken und My Fair Lady aus dem Musicalbereich vertreten. Pop, Swing und Blues rundeten die musikalische Vielfalt des Abends ab, der mit dem Böhmischen Traum als letzte Zugabe endete.

Die Stimmung
Die Stimmung unter den Besuchern war sehr gut, und nach zwei zusätzlichen Stücken, die vom Publikum mit "Zugabe"-Rufen und rhythmischem Klatschen eingefordert wurden, gab es vom Verein das Versprechen, diese Art von Open-Air-Konzert im nächsten Jahr wieder anzubieten. Dies wurde von den Anwesenden mit Beifall begrüßt, was die Stimmung und Akzeptanz für diese Art von Konzert voll unterstrich.

Der Gesamteindruck
Musikern und Gästen hat der Abend Spaß gemacht. Endlich als Musiker wieder einmal einen Auftritt zu haben und als Zuhörer den eigenen Musikverein wieder live zu hören und zu sehen, das kam an. Mit Beifall wurde nicht gegeizt. Die Atmosphäre des Abends wurde durch die umfangreiche Beleuchtung und die kleine Lasershow gelungen untermalt.