HINTERGRUND

dpa

Von dpa

Di, 02. Juni 2020

Ausland

Proteste auch in Deutschland

Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA hat auch Proteste in Deutschland ausgelöst. In Berlin zogen am Sonntag laut Polizei in der Spitze rund 1500 Teilnehmer durch Kreuzberg, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Bereits am Samstag hatten etwa 2000 Menschen vor der US-Botschaft in Berlin protestiert. In München beteiligten sich am Samstagabend bis zu 350 Menschen an einem spontanen Demonstrationszug, so die Polizei am Montag. Unter den Demonstranten in Berlin-Kreuzberg waren auch Familien und Kinder. Sie zeigten Plakate mit Slogans wie "I can't breathe, Justice for George Floyd" (Ich kann nicht atmen, Gerechtigkeit für George Floyd) und "Being black is not a crime" (Schwarz zu sein, ist kein Verbrechen). Zuvor war ein "Gedenkmarsch gegen rassistische Polizeigewalt in den USA" zum Brandenburger Tor gezogen, laut Polizei schlossen sich rund 200 Menschen an. Beide Kundgebungen waren von Privatperson angemeldet worden. Die Protestzüge in Berlin verliefen friedlich, auch in München gab es keine Zwischenfälle. Dort trugen die Menschen Plakate, skandierten Sprechchöre und zogen am US-Konsulat vorbei. "Bis auf eine Beleidigung gegenüber einem Polizeibeamten kam es zu keinen weiteren Vorkommnissen", so die Polizei.

Bei Demonstrationen in London wurden nach Polizeiangaben 23 Menschen festgenommen. Sie hatten bei dem Protestzug unter anderem gegen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verstoßen. Gruppen gegen Rassismus planen für Mittwoch einen nationalen Protesttag unter Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen.