Großflughafen Berlin-Schönefeld

Ärger im Anflug

Arne Bensiek

Von Arne Bensiek

Fr, 02. September 2011

Deutschland

Der neue Großflughafen Berlin-Schönefeld braucht Platz – auch in der Luft. Nun fürchten die Anwohner des Naherholungsgebiets Müggelsee um ihre Ruhe.

Joachim Schmidt hat den Schrecken der Friedrichshagener schon einmal herangekarrt. Aus seinem Transporter dröhnt und pfeift es über den ganzen Marktplatz. Auf der Ladefläche hat der 60-Jährige bis an die Decke Boxen und Basslautsprecher gestapelt, die beiden Hecktüren stehen offen. Schmidt dreht an einem Regler, bis der Lärm die Kleidung am Körper vibrieren lässt. "Das ist original Schönefeld, das habe ich aufgenommen", prahlt er und grinst. Normalerweise kommt aus seinen Boxen Musik für feierliche Anlässe, heute Abend hat DJ-Jojo Fluglärm aufgelegt. Die Menschen im Berliner Stadtteil Friedrichshagen im Bezirk Treptow-Köpenick sollen hören und fühlen, was ihnen bald rund um die Uhr bevorstehen könnte. "Der Mensch ist wie der Affe, wenn es juckt, dann kratzt er sich", sagt Schmidt. Er will mit seiner Vorführung auch die Letzten wachrütteln, um das Unheil vielleicht doch noch abzuwenden.

Es ist die siebte Montagsdemonstration der Friedrichshagener gegen eine Flugroute genau über ihren Köpfen. Fast 5000 Menschen sind an diesem Abend auf den Marktplatz ...

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