Essay

Warum die Sehnsucht nach dem Meer so groß ist wie lange nicht mehr

Martina Philipp

Von Martina Philipp

Sa, 01. August 2020 um 17:16 Uhr

Deutschland

BZ-Plus War das Verlangen nach Weite und Wellen schon mal größer? Womöglich nicht. Meer und Strand sind Sinnbilder dessen, was sich viele Menschen in Corona-Zeiten wünschen: Freiheit und Sorglosigkeit.

Es gibt Menschen, die fahren im Urlaub gern ins Allgäu. Oder in die Lüneburger Heide oder nach Leipzig. Andere nicht. Die möchten immer ans Meer. Vor jeden Ferien mit dem Auto rufen sie im Netz eine Europakarte auf, suchen mit dem Routenplaner einen schnellen Weg ans Meer und fluchen ein bisschen. Das Meer ist einfach verdammt weit weg von hier. Der direkteste Weg wäre, Richtung Süden nach Genua zu brettern – aber was will man in Genua? Links und rechts davon wird es schnell voll und eng – und das will aktuell nun wirklich niemand.

Schön, wenn man dann auf der Karte Nordfrankreich wiederentdeckt. Nur sieben Stunden mit dem Auto bis zu einem netten, kleinen, unbekannten Badeort? Da ist man dann verhältnismäßig aus dem Häuschen.

Gerade erscheinen sieben Stunden länger als sonst. Wenn irgendetwas sein sollte, will jeder schließlich schnell zuhause sein. Viele Menschen werden wegen Corona gar nicht wegfahren. Genauer ...

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