"Haut ab!"

Das Jüdische Museum Berlin zeigt eine Ausstellung über die Beschneidung

Ulrike Baureithel

Von Ulrike Baureithel

Sa, 25. Oktober 2014

Ausstellungen Rezensionen

Das Jüdische Museum Berlin beschäftigt sich in der Ausstellung "Haut ab!" mit den unterschiedlichen Bedeutungen der Beschneidung.

"Am Fleisch eurer Vorhaut müsst ihr euch beschneiden lassen. Das soll geschehen zum Zeichen des Bundes zwischen mir und euch. Alle männlichen Kinder bei euch müssen, sobald sie acht Tage alt sind, beschnitten werden": So steht es im ersten Buch Moses, und so "einschneidend" dokumentieren Juden heute ihren Bund mit Gott. Die Hingabe der männlichen Vorhaut ist ein Zeichen der Opferbereitschaft Abrahams und seiner Nachkommen und gleichzeitig Distinktion, der Abgrenzung gegenüber der Mehrheitsgesellschaft. Als Letztere vor zwei Jahren dieser blutigen Prozedur den Prozess machen wollte, reagierten sowohl Juden als auch Muslime empört. Für sie ist die Beschneidung ein fundamentales Zeichen ihrer Identität. Der Bundestag beeilte sich, die Wogen zu glätten. Zum Verbot der Beschneidung neugeborener Jungen konnte und wollte er sich nicht durchringen, das Gesetz präzisiert nur die Durchführung ...

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