Nagelsmann erwartet kein Tor-Spektakel

dpa

Von dpa

Sa, 16. Mai 2020

1. Bundesliga

DER GEGNER: RB-Coach sieht Verteidigen im Vordergrund.

LEIPZIG (dpa/BZ). Julian Nagelsmann, Trainer von RB Leipzig, ist vor dem Neustart der Fußball-Bundesliga mit der Partie eines Teams gegen den SC Freiburg zuversichtlich. Daran kann auch die ungewohnte Situation aufgrund der Corona-Pandemie nichts ändern. Selbst dem einwöchigen Aufenthalt im Quarantäne-Hotel kann Nagelsmann Positives abgewinnen: "Grundsätzlich gibt es große Parallelen zum Trainingslager. Wir haben die Zeit genutzt, gut trainiert und uns bestmöglich auf den Gegner vorbereitet. Gestern haben wir Elf gegen Elf gespielt und wir sind optimistisch, dass wir am Samstag ein gutes Spiel machen werden."

Verzichten muss der RB-Coach beim Neustart auf Emil Forsberg verzichten. Der schwedische Nationalspieler hatte die einwöchige Quarantäne nicht angetreten und steht damit gegen Freiburg nicht zur Verfügung. "Emil hat eine Mandelentzündung", sagte Nagelsmann auf der Pressekonferenz vor der Partie. "Er hat die Quarantäne gar nicht erst angetreten, da er Antibiotika nehmen musste und ansteckend war."

Vom Spiel erwartet Nagelsmann kein Tor-Spektakel. "Wenn man lange nicht gespielt hat, dann stellt man sich eher hinten rein. Ich glaube, dass es in den ersten Spielen um das Verteidigen gehen wird", sagte der 32-Jährige. Man müsse nicht immer vier oder mehr Tore schießen. Ihm reiche auch ein 1:0.

Wobei Nagelsmann bewusst ist, dass selbst das kein einfaches Unterfangen ist: "Im März hatte Freiburg noch ein paar verletzte Leistungsträger zu beklagen, die nun wieder fit sind. Das kommt dem SC zugute. Außerdem ist er sehr variabel und bei Standards brandgefährlich. Dass Freiburg gut Fußball spielen kann, hat das Team gegen Dortmund gezeigt. Wenn es wieder so tiefsteht, wie im Hinspiel, wird es schwer für uns, ein Tor zu schießen. Dann müssen wir die wenigen Umschaltmomente nutzen."