Serie: Grünes Zuhause

Pflanzen einfach mit Kaffeesatz, Bananenschale und Bier düngen

Claudia Förster Ribet

Von Claudia Förster Ribet

Di, 02. März 2021 um 16:06 Uhr

Haus & Garten

Wenn die Blätter einer Pflanze welken, Flecken bekommen oder langsam wachsen, fehlen ihr Nährstoffe. Selbstgemachte Dünger aus organischen Küchenabfällen können da helfen.

In der Natur kann die Erde ihren Nährstoffgehalt durch verschiedene Kreisläufe immer wieder anreichern, doch im Pflanzentopf geht ihr irgendwann jedes Lebenselixier aus. Deshalb sollte man seine Pflanzen ab und zu mit Nährstoffen wie Stickstoff, Kalium und Phosphor verwöhnen.

Stickstoff trägt dazu bei, dass die Blätter stark und grün bleiben, während Phosphor für Blüten und Früchte verantwortlich ist. Kalium wird benötigt, um die Wurzeln zu schützen und sich gegen Krankheiten und Trockenheit zu wehren. Handelsübliche Dünger enthalten meist eine Mischung dieser drei Stoffe. Oft sind sie jedoch mit aggressiveren Chemikalien angereichert. Deshalb ist es ökologischer, – und zudem billiger – Dünger zu nutzen, den man ohnehin im Haushalt hat.


Kaffeesatz

Den Kaffeesatz kann man in das Gießwasser mischen oder die Kaffeereste direkt auf die Erde streuen. Kaffeesatz ist ein besonders reiches Düngemittel, weil er sowohl Phosphor als auch Kalium und Stickstoff enthält. Außerdem hilft er dabei, Schnecken fernzuhalten. Die Pflanzen sollten aber nicht zu häufig mit Kaffee gedopt werden, denn eine Überdosis kann auch negative Effekte haben.

Teesatz

Den benutzten Tee trocknen lassen und über der Erde der Zimmerpflanze verteilen. Schwarztee hält Plagen fern, Grüntee verbessert die Qualität der Erde und Kamille kurbel das Wachstum an.

Gemüsewasser

Dass Gemüse beim Kochen lauter wertvolle Nährstoffe ins Wasser abgibt, kann man für seine Pflanzen nutzen und sie mit abgekühltem Gemüsewasser gießen. So erhöht sich nicht nur der Nährstoffgehalt in der Erde der Zimmerpflanzen, sondern man spart auch noch Wasser. Besonders pflanzenverwöhnende Nährstoffe enthalten Brokkoli, Spargel und Blumenkohl.

Bananenschalen

Die Schale der Banane ist das Mittel der Wahl, wenn der Pflanze Humus fehlt. Die zerstückelte Schale mit der Pflanzenerde mischen oder sie darin eingraben.

Eierschalen

Nicht überall reicht der Kalkgehalt im Leitungswasser, das Kalkbedürfnis der Pflanzen zu stillen. Auch da hilft ein einfaches Hausmittel: Nach der nächsten Eiermahlzeit einfach die Eierschalen mit einem Mörser zermahlen und das Pulver in Wasser auflösen. Das Gemisch über Nacht ziehen lassen, bis das Wasser trübe wird – dann hat sich der Kalk gelöst. Gießt man nun die Pflanze damit, reguliert der Kalknachschub den pH-Wert der Erde und hilft, sie aufzulockern.

Holzasche

Wer einen Kamin, Ofen oder Feuerkorb hat, kann die Asche an die Pflanzen verfüttern. Dafür wird sie einfach über die Erde gestreut. Holzasche enthält viel Kalium und hilft der Pflanze beim Wachsen.

Bier

Auch mit Bierresten kann man Pflanzen düngen – Hopfen und Malz sind reich an Nährstoffen. Aber nicht übertreiben: Zu viel Alkohol tut auch Pflanzen nicht gut.

Im sechsten Teil der Serie lesen Sie, wann und wie man Zimmerpflanzen umtopft.