Ein Drittel ist zu fett

dpa

Von dpa

Mo, 11. März 2019

Liebe & Familie

Auch Hunde und Katzen können Adipositas haben.

Es ist ein Teufelskreis: Wird der Hund oder die Katze zu dick, bewegt sich das Tier immer weniger. Es wird noch dicker, läuft daraufhin noch weniger, weil die Gelenke immer mehr schmerzen. Das macht nicht nur das tierische Leben weniger schön, es verkürzt die Lebensdauer drastisch, und zwar im Schnitt um 20 Prozent.

Ob ein Hund oder eine Katze zu dick ist, lässt sich leicht erkennen. Das Tier sollte eine Taille haben. Die Rippen sollten zu erahnen sein. "Wenn man die Rippen mit Mühe fühlt, ist das Tier zu dick. Findet man sie gar nicht, ist das Tier krankhaft fettleibig", erklärt die Tierärztin Petra Sindern aus Neu-Wulmstorf bei Hamburg. Und warnt: "Alles, was außen an Fett auf dem Körper sitzt, findet sich auch als gleich dicker Fettpanzer um den Darm, die Leber, die Nieren und das Herz." Schätzungen zufolge leidet etwa ein Drittel der Haustiere in Europa an Adipositas, also an einer krankhaften Fettleibigkeit. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund in Bonn hin. Die daraus resultierenden Risiken sind dieselben wie bei dicken Menschen. Dazu gehören Leberschäden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein gesteigertes Krebsrisiko und Überlastungen der Gelenke.

"Das Zauberwort in Sachen Ernährung heißt bedarfsgerecht", sagt Sindern. Im Alter und nach einer Kastration nimmt der Kalorienbedarf ab. Wer sich wenig bewegt, verbraucht nur wenige Kalorien. Soll ein Tier abnehmen, muss weniger gefüttert werden – ganz einfach.