Schüler als Architekten

der Klasse 4 b,

Von der Klasse 4 b &

Fr, 18. Dezember 2009

Zisch-Texte

Beim Projekt "Denkmal" lernen Viertklässler das Gloria-Theater kennen – und planen Veränderungen

Die Klasse 4 b von der Weihermattenschule in Bad Säckingen hat beim Projekt "Denkmal" mitgemacht. Die Viertklässler beschäftigten sich mit einem denkmalgeschützen Bauwerk aus ihrer Stadt. Hier berichten sie von ihrem Projekt: dem Gloria-Theater.

Das Gloria war immer schon ein Theater, in dem nicht nur Opern oder Musicals aufgeführt wurden, sondern auch Konzerte gegeben und Filme gezeigt wurden. In diesen Tagen feiert das Theater seinen 50. Geburtstag.

Unser Stadtbaumeister Michael Rohrer führte uns zunächst durch den Bau. Er erklärte uns die typische Bauweise von damals und zeigte uns auch die Einrichtung des Theaters.

Ein Denkmal erzählt von der Vergangenheit
Im Originalzustand sind noch viele Dinge, wie zum Beispiel die Sitze im Zuschauerraum, die großen Decken- und Wandleuchter, die Garderobe, der Boden oder der Treppenaufgang mit verziertem Geländer.

"Ein Denkmal erzählt uns etwas aus der Vergangenheit", erklärte uns Michael Rohrer. Es zeigt uns, wie die Menschen damals gelebt haben, wie sie gebaut haben und was modern war. Es soll aber auch leben und genutzt werden. Daher gab er uns eine Aufgabe: Wir sollten auf dem alten Bauplan die Vorderseite des Gloria mit Stift und Farbe so verändern, dass es schön lebendig und modern wirkt. Aber es darf dabei sein "Denkmalgesicht" nicht verlieren.

Und so machte sich jeder von uns an die Arbeit. Wir vergrößerten Fenster oder entfernten auf dem Plan Wände und setzten dafür eine Glasscheibe ein. Fast alle planten ein Bistro oder ein Café oder zeichneten einen gemütlichen Außenbereich mit Sonnenschirmen und einem Spielplatz. Die großen Wandflächen oder die Fenster wurden mit Farbe bemalt.

Die Arbeit hat uns allen viel Spaß gemacht, und der Stadtbaumeister war überrascht, welch tolle Ideen wir hatten. Vielleicht werden ja die einfallsreichen Pläne unserer Klasse eines Tages Wirklichkeit – es wäre toll!

Dann wäre unser Gloria mit Leben erfüllt. Denn, so sagte Michael Rohrer: "Ein Denkmal muss auch in die Zukunft schauen."