Schmieranlagen

Schienenlärm auf der Kaiserstuhlbahn soll sich schon bald reduzieren

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 25. November 2021 um 07:35 Uhr

Endingen

Wie kann der Lärm auf der Kaiserstuhlbahn für die Anwohner reduziert werden? Der SPD-Bundestagsabgeordnete Fechner hat sich dafür jetzt mit SWEG, BI und Bürgermeister in Endingen getroffen.

Im Bemühen um weniger Schienenlärm auf der Kaiserstuhlbahn zeichnen sich Verbesserungen für die lärmgeplagten Anwohner der Gleise ab. Das betont der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner nach einem Treffen mit der SWEG, der Bürgerinitiative und Bürgermeister Tobias Metz in Endingen.

Wasserrechtliches Genehmigungsverfahren steht noch aus

Zwischen Endingen und Gottenheim sind an etlichen Stellen Anlagen installiert worden, die Schmierstoff auf die Schienen sprühen, um die Quietsch-Geräusche der Metallräder auf die Schienen zu reduzieren. Laut Ulrich Miedler von der SWEG soll in wenigen Wochen das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein. Dann können die installierten Schmierstoffanlagen in Betrieb genommen werden.

Ebenfalls vor wenigen Tagen erfolgte laut SWEG die Genehmigung und Zulassung des hydraulischen Achslenkersystems für die SWEG-Fahrzeuge. Mit diesem System werden drehbare Achsen eingebaut, die sich auf den Kurvenradius einstellen, so dass es zu weniger Schleifgeräuschen kommt. "Wir werden nun Stück für Stück die fünf Fahrzeuge im Eisenbahnwerk in Görlitz umrüsten und hoffen, dann mit den neu umgerüsteten Fahrzeugen ab April auf der Kaiserstuhlbahn zu fahren", wird der SWEG-Vorstandsvorsitzende Tobias Harms in der Pressemitteilung von Fechner zitiert. Harms: "Das wird nochmals die Lärmbelastung deutlich reduzieren."

Signalanlagen sind ein Ärgernis

Eine hohe Lärmbelastung geht auch von den Signalanlagen aus, betonte Lothar Meyer von der BI Kaiserstuhlbahn. "133 Mal schlägt der Gong bei jedem Zug und das ist für die Anwohner eine hohe Belastung." Metz und Fechner baten um Prüfung von Alternativen, etwa Schrankenlösungen. Dem stehe das Bahn-Regelwerk entgegen und solche Maßnahmen seien aufgrund der örtlich beengten Verhältnisse nicht genehmigungsfähig, so die SWEG. Fechner und Metz wollen aber weitere Alternativen prüfen.