Schlammkur am Zanzenberg

Lynn Sigel

Von Lynn Sigel

Di, 01. September 2020

Mountainbike

Lexware-Mountainbiker bei Extremwetter in Österreich.

Zwei regionale Mountainbike-Rennen in Tschechien und Österreich wurden am vergangenen Wochenende zu Hotspots der Mountainbike-Szene. Wo sonst der regionale Nachwuchs seine Kreise dreht, standen am Samstag im tschechischen Brünn und am Sonntag im österreichischen Dornbirn Weltklasse-Fahrer am Start. Georg Egger sorgte mit dem fünften Platz beim Rennen der C1-Kategorie in Brünn für das beste Resultat des Kirchzartener Lexware- Mountainbike-Teams. Von Position zehn startend konnte sich Egger in die Spitzengruppe vorarbeiten. Dort nutzte Nadir Colledani die Durchfahrt der Feedzone für eine Attacke. Marathon-Weltmeister Henrique Avancini und Maxime Marotte waren spritzig genug, um die Lücke zu Colledani mit energischen Sprints zu schließen. Egger gelang das nicht. "Ich konnte bis auf 30 Sekunden an die drei vorne ranfahren, aber als es dann in der letzten Runde zur Sache ging, konnte ich das Tempo nicht mehr mithalten", so Egger, der Fünfter (+1:51 Min.) wurde. Lexware-Junior Lennart Krayer wurde Dritter im Rennen der UCI Junior-Serie.

Am Sonntag starteten die Elite- und U-23-Fahrer beim Rennen am Zanzenberg bei Dornbirn. Nach 48 Stunden Dauerregen wurde es eine Schlammschlacht. Konkurrenten aus ganz Europa waren angereist, das Rennen hatte Weltcupniveau. Vom Start weg konnten sich die Lexware-Fahrer Max Brandl, David List, Luca Schwarzbauer, Martin Vidaurre und Georg Egger zunächst unter den besten zwanzig einreihen. Doch dann erschwerte der Matsch das Rennen. Max Brandl rutschte etwa sieben Meter einen Wiesenabhang hinab, David List sprang die Kette vom Ritzel und er verlor viel Zeit. Georg Egger fand nicht in den Flow. Bei heftigem Regen wurden die Fahrer entweder nach der 80-Prozent Regel aus dem Rennen genommen oder stiegen freiwillig aus. Einzig Luca Schwarzbauer und Martin Vidaurre kämpften sich durch. Der 20-jährige Vidaurre hielt sein Tempo konstant und kam als 15. und Zweiter der U-23-Wertung ins Ziel (+6:33 Min.). Kollege Luca Schwarzbauer war zwischenzeitlich gleichauf mit Vidaurre. Dann riss seine Schuhschnalle, er verlor beim Schieben mehrmals seinen Schuh und kam als 19. in die Wertung.